Integration verhindern und sich der AfD anbiedern
Bravo, Herr Dobrindt! Der nächste Schritt ist getan. Das wird der AfD gefallen!
Sie verlängern die Grenzkontrollen über den 15. März hinaus im Widerspruch zu den europäischen Richtlinien. Das soll den Zuzug Asylsuchender verhindern und die Isolierung der Menschen in Lagern außerhalb Deutschlands erleichtern. Und weil ja nun immer weniger es bis nach Deutschland schaffen, haben Sie gleich vorsichtshalber die Gelder für Integrations- und Sprachkurse hierzulande gekürzt bis gestrichen. Dies zielt vor allem auf die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ab. Viele dieser Menschen sind gut ausgebildet und könnten nach ausreichendem Spracherwerb dem Fachkräftemangel bei uns entgegenwirken. Ihr Amt argumentiert aber sinngemäß, dass sich in diesen Fällen die Integration nicht lohnt, weil die Menschen nach Ende der Kriegshandlungen in ihr Heimatland zurückkehren sollen. Bis dahin soll ihnen das Wohlfühlen in unserem Land so weit wie möglich erschwert werden. Das bedient die Forderungen der AfD! Sie nennen es „neue Migrationspolitik“. Ich behaupte: So ziehen Sie keine einzige Wählerstimme von der AfD ab, hier wählen die Menschen lieber das Original als die Kopie.
Ich fordere Sie auf, sich zu erinnern: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (GG, Art. 1) Der Staat und seine Behörden sollen Geflüchtete würdig behandeln, sie zur Integration motivieren und ihnen durch Abbau von bürokratischen Hürden die Arbeits-Aufnahme erleichtern. Wir brauchen diese Menschen und dürfen ihnen deshalb nicht das Leben bei uns erschweren und so zur Isolation und Bildung von Parallelgesellschaften beitragen. Integration erspart künftige Probleme.
Sigrid Schleck, OMAS GEGEN RECHTS, Kassel
