45. Internationales Frühlingsfest Kulturzentrum Schlachthof
Unsere Beiträge zum Frühlingsfest:
Infostand
(Foto: Privat)
Singen mit den OMAS
(Foto: Privat)
Unsere Beiträge zum Frühlingsfest:
Infostand
(Foto: Privat)
Singen mit den OMAS
(Foto: Privat)


(Fotos: Privat)
Traueraufzug der OMAS GEGEN RECHTS Kassel
Am Dienstag, den 19.05.2026 ab 15:00 Uhr werden die OMAS GEGEN RECHTS Kassel bei einem Traueraufzug in der Kasseler Innenstadt der großen Bücherverbrennung vom 19. Mai 1933 gedenken. Start ist um 15 Uhr am Aschrottbrunnen neben dem Rathaus. Von dort wird es über weitere Stationen am Spohrplatz, der Treppenstraße und dem Königsplatz zum Friedrichsplatz gehen. An jeder Station wird ein Mitglied der OMAS GEGEN RECHTS Kassel einen kurzen Text anlässlich des Gedenkens gegen das Vergessen dieses großen Unrechts vortragen. Die OMAS werden bei dieser Aktion auch Bezug auf die aktuelle Situation in Deutschland nehmen.
Ab 16 Uhr werden auf einem Tisch am Friedrichsplatz zahlreiche Bücher, die damals verbrannt wurden, präsentiert. Einige OMAS GEGEN RECHTS werden Textstellen daraus vortragen und für Gespräche mit Interessierten zur Verfügung stehen.
(Text: Claudia D.)
(Foto: Privat)
(Foto: Privat)
Das Staatstheater bringt mit der neuen Oper „Zornfried“ die Verlockungen und Gefahren von Nazi-Ideologie und rechter Kulturpolitik auf die große Bühne. Wir OMAS GEGEN RECHTS Kassel wollen uns zu dem politisch brisanten Stück positionieren. Deshalb werden wir bei der Premiere am 18. April 2026 mit einer Kundgebung vor dem Interim Haltung zeigen und zu allen Vorstellungen das Kasseler Publikum über unser Engagement informieren.
Mit freundlicher Genehmigung des Staatstheaters Kassel folgen hier alle Termine der Aufführung und der Link zu „Zoernfried“:
18.04., 23.04., 02.05., 09.05., 15.05., 29.05., 14.06., 20.06., 24.06.
https://www.staatstheater-kassel.de/play/zornfriedua-3265
(Foto: privat)
Die OMAS GEGEN RECHTS NORD & BUNDESWEIT sprechen uns voll aus der Seele. Deshalb teilen wir diesen Beitrag mit Ihrer freundlichen Genehmigung.
Hier findet ihr den Artikel:
# Streichung der Fördermittel, Angriff auf die Zivilgesellschaft (Beispiel: „Radikale Töchter“)
Integration verhindern und sich der AfD anbiedern
Bravo, Herr Dobrindt! Der nächste Schritt ist getan. Das wird der AfD gefallen!
Sie verlängern die Grenzkontrollen über den 15. März hinaus im Widerspruch zu den europäischen Richtlinien. Das soll den Zuzug Asylsuchender verhindern und die Isolierung der Menschen in Lagern außerhalb Deutschlands erleichtern. Und weil ja nun immer weniger es bis nach Deutschland schaffen, haben Sie gleich vorsichtshalber die Gelder für Integrations- und Sprachkurse hierzulande gekürzt bis gestrichen. Dies zielt vor allem auf die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ab. Viele dieser Menschen sind gut ausgebildet und könnten nach ausreichendem Spracherwerb dem Fachkräftemangel bei uns entgegenwirken. Ihr Amt argumentiert aber sinngemäß, dass sich in diesen Fällen die Integration nicht lohnt, weil die Menschen nach Ende der Kriegshandlungen in ihr Heimatland zurückkehren sollen. Bis dahin soll ihnen das Wohlfühlen in unserem Land so weit wie möglich erschwert werden. Das bedient die Forderungen der AfD! Sie nennen es „neue Migrationspolitik“. Ich behaupte: So ziehen Sie keine einzige Wählerstimme von der AfD ab, hier wählen die Menschen lieber das Original als die Kopie.
Ich fordere Sie auf, sich zu erinnern: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ (GG, Art. 1) Der Staat und seine Behörden sollen Geflüchtete würdig behandeln, sie zur Integration motivieren und ihnen durch Abbau von bürokratischen Hürden die Arbeits-Aufnahme erleichtern. Wir brauchen diese Menschen und dürfen ihnen deshalb nicht das Leben bei uns erschweren und so zur Isolation und Bildung von Parallelgesellschaften beitragen. Integration erspart künftige Probleme.
Sigrid Schleck, OMAS GEGEN RECHTS, Kassel
Wie gedenken der Opfer von Hanau. Das Leid, das ein rassistischer und hassgetriebener Mensch verursacht hat, wird nicht vergehen. Hass und Hetze machen alles kaputt. Das Mitmenschliche und das Gute.
Wir sprechen die Namen der Opfer laut aus, lassen Zeit der Stille zwischen den Namen und erinnern uns in Gedanken an ihre Familien und ihre Freunde, die sie vermissen, denn sie fehlen. 
Die Reutlinger Omas gegen Rechts, zusammen mit Seebrücke, AK Flucht und Asyl, SOKO Reutlingern und VVN-BdA.
(Foto: Doris)
An unserem Stand gibt es Informationen und Gespräche. Bis zur Wahl findet er regelmäßig auf dem Königsplatz statt.
OMAS GEGEN RECHTS Kassel
Kassel, 03.12.2025
Offener Brief
GEAS-Anpassungsgesetz: Kein Abbau
von Menschenrechten im Namen Europas
Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,
wir, die unterzeichnenden Organisationen, wenden uns mit großer Sorge an Sie:
Bitte stimmen Sie dem GEAS-Anpassungsgesetz nicht in der Fassung des Kabinettsentwurfs zu!
Mit dem „Gesetz zur Anpassung des nationalen Rechts an die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS)“ droht Deutschland, Schutzstandards massiv abzusenken – deutlich über das hinaus, was die EU überhaupt verlangt. Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass bei der Umsetzung der EU-Vorgaben in deutsches Recht die Menschenrechte aller betroffenen Menschen gewahrt und ihre Würde nicht verletzt wird.
Die bisher geplante Verfahrensausgestaltung durch die deutsche Bundesregierung gefährdet Menschenrechte und Menschenwürde und zerstört die Glaubwürdigkeit des Rechtsstaats:
1. Übererfüllung der EU-Vorgaben – auf Kosten der Grundrechte
Das geplante deutsche GEAS-Anpassungsgesetz führt nationale Verschärfungen ein, die weit über die Forderungen der EU hinausgehen. So warnt etwa das Deutsche Institut für Menschenrechte ausdrücklich, dass der Entwurf „empfindliche Eingriffe in die Grundrechte“ (Art. 2 Abs. 2, Art. 104 GG) vorsieht. Auch Organisationen wie Pro Asyl, der Deutsche Juristinnenbund, der Paritätische Gesamtverband, der Sachverständigenrat für Integration und Migration und der Deutsche Anwaltverein haben erhebliche verfassungs- und menschenrechtliche Bedenken geäußert.
2. Freiheitsentzug durch geschlossene Zentren – auch für Kinder
Der Gesetzentwurf sieht die Einrichtung geschlossener „Sekundärmigrationszentren“ vor, in denen Menschen bis zu 24 Monate – Familien mit Kindern bis zu 12 Monate – festgehalten werden können. Dies bedeutet Freiheitsentzug ohne richterlichen Beschluss!
Dass auch Minderjährige betroffen sein können, widerspricht der UN-Kinderrechtskonvention und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR), zu denen sich die Bundesrepublik Deutschland als Vertragsstaat bekannt hat. Artikel 5 der AEMR verbietet eindeutig erniedrigende oder entwürdigende Behandlung.
Darüber hinaus belegen Studien, dass solche Haftbedingungen schwere psychische und soziale Folgen haben – insbesondere für Kinder und traumatisierte Personen.
3. Aushöhlung parlamentarischer Kontrolle
Künftig soll die Bundesregierung per Verordnung über die Einstufung sogenannter „sicherer Herkunfts- und Drittstaaten“ entscheiden können – ohne Zustimmung des Bundestages. Damit würde die Exekutive ohne jegliche demokratische Kontrolle über Asylzugänge entscheiden.
Wir warnen vor einem gefährlichen Präzedenzfall: Der Bundestag darf seine Verantwortung für Grundrechte und Asylrecht nicht an die Regierung abgeben.
4. Fehlende Schutzmechanismen für besonders verletzliche Personen
Der Entwurf vernachlässigt zentrale Schutzgarantien für vulnerable Gruppen. Regelungen zum Gewaltschutz, zu kindgerechten Beschwerdeverfahren oder zu den Rechten von Frauen, LSBTIQ+-Personen und Menschen mit Behinderung bleiben unverbindlich.
Gleichzeitig soll der Zugang zu rechtlicher Beratung in geschlossenen Einrichtungen eingeschränkt werden. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert zu Recht, diese Beschränkung zu streichen – sonst droht ein Verstoß gegen das Recht auf effektiven Rechtsschutz.
5. Abschreckung statt Schutz – ein politischer Irrweg
Die Stoßrichtung des Gesetzes ist klar: schnellere Abschiebungen, Leistungskürzungen, Freiheitsbeschränkungen sollen Menschen abschrecken, zu uns zu kommen.
Aber eine immer brutalere Abschottung, die die zentrale Wertebasis unserer Gesellschaft
für Migrantinnen und Migranten nicht mehr gelten lassen will, schadet nicht nur jedem
einzelnen unmittelbar betroffenen Menschen – sondern auch der Basis des Zusammenlebens
in unserem Land.
Die Väter und Mütter des Grundgesetzes hatten aus der deutschen Geschichte gelernt, dass der Schutz von Verfolgten keine Gnade sein darf, sondern ein verfassungsrechtliches Gebot sein muss. Das Asylrecht darf nicht zu einem Instrument politischer Symbolik werden!
Unsere Forderungen
Wir appellieren an Sie, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden:
Begrenzen Sie die nationale Umsetzung der Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems auf das EU-rechtlich zwingend Erforderliche.
Schließen Sie Freiheitsentzug und Ausgangsbeschränkungen für Schutzsuchende – insbesondere für Kinder – aus.
Sichern Sie das parlamentarische Mitspracherecht: Keine Einstufung „sicherer Staaten“ ohne Bundestagsbeschluss.
Stärken Sie den Rechtsschutz für Asyl suchende Menschen und die unabhängige Kontrolle geschlossener Einrichtungen.
Bewahren Sie die humanitären und rechtsstaatlichen Prinzipien des Asylrechts.
Wenn unser Land beginnt, Menschen hinter Zäune zu sperren, die Schutz suchen, wird das Folgen für den gesamten europäischen Menschenrechtsschutz haben. Wir bitten Sie: Verweigern Sie Ihre Zustimmung zum GEAS-Anpassungsgesetz in der von der Bundesregierung vorgelegten Form.
Setzen Sie sich ein für Humanität, für Rechtsstaatlichkeit, für die Würde des Menschen.
Mit freundlichen Grüßen
OMAS GEGEN RECHTS Kassel
Kassel gegen Rechts
Seebrücke Kassel
Ein bewegtes Jahr liegt hinter uns – voller Begegnungen, Aktionen, Diskussionen und gemeinsamer Schritte gegen Hass, Hetze und Gleichgültigkeit. Wir OMAS GEGEN RECHTS.DRESDEN haben auch 2025 unsere Stimmen erhoben, auf Demos, in Schulen, auf Marktplätzen, in Workshops und online. Wir haben nicht geschwiegen, wenn Demokratie, Gleichberechtigung und Menschenwürde angegriffen wurden – und wir werden es auch weiterhin nicht tun.
Ein herzliches Dankeschön gilt all jenen, die mit uns aufgestanden sind: unseren Mitstreiter:innen, den jungen Menschen, die sich engagieren, und den vielen Unterstützer:innen, die zeigen, dass Zivilcourage keine Frage des Alters ist.
2025 war nicht immer einfach. Es gab dunkle Momente – in der Politik, auf der Straße, manchmal auch im Alltag. Aber unsere Antwort darauf bleibt dieselbe: Zusammenhalt, Humor, Haltung und Hoffnung.
Diese und viele weitere Momente haben gezeigt: Unser Engagement trägt – in Gesprächen, in Bündnissen, in gemeinsamen Aktionen.
Das kommende Jahr wird erneut Herausforderungen bringen. Rechtspopulistische Parolen und Menschenfeindlichkeit verschwinden nicht von selbst. Darum werden wir weiter laut und deutlich zeigen: Demokratie braucht uns alle. Wir setzen uns ein – für Menschenrechte, Toleranz und Mitmenschlichkeit.
Schon jetzt planen wir neue Aktionen, Gespräche, Bildungsangebote und Kooperationen. Wir wollen Brücken schlagen, zuhören, ermutigen – und nicht müde werden, wo andere achselzuckend schweigen.
Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass 2026 ein Jahr der gelebten Solidarität wird. Denn die Zukunft gehört denen, die nicht wegsehen, sondern handeln.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns begleiten – und an alle, die 2026 neu dazukommen.
Bleibt mutig, bleibt laut und bleibt menschlich.
Eure OMAS GEGEN RECHTS.DRESDEN
Neueste Kommentare