OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

Mahnwache 06.06.20 Bremen vor dem Rathaus

Am 6. Juni 2020 um 13 Uhr haben vor dem Bremer Rathaus – mit Mundschutz und Abstand –  ungewöhnlich leise und wie immer friedlich –  ca. 30 Bremer OMAS GEGEN RECHTS und ihre Unterstützer*innen gegen die sogenannten Hygiene-Demos protestiert, die in den letzten Wochen in Bremen und verschiedenen anderen Städten stattgefunden haben und bei denen auch viele Rechte und Anhänger von Verschwörungs-Ideologien mitmachten.

Die Bremer OMAS GEGEN RECHTS wollten mit dieser Demo zeigen, dass die Grundrechte unter Berücksichtigung bestimmter Regeln und Vorgaben nach wie vor ausgeübt werden können.

Im Anschluss an diese Demo schwärmten die Bremer OMAS GEGEN RECHTS in Tandems zu 10 innenstadtnahen Stolpersteinorten aus. Dort wurden vorbereitete Texte über das Schicksal der dort verewigten Personen ausgelegt bzw. aufgestellt, die Stolpersteine geputzt, Blumen dazugelegt und versucht mit Anwohnern und Passanten ins Gespräch zu kommen.

Es war die erste Aktion der Bremer Omas nach der langen Corona Pause und es war gut, sich wieder zu treffen, zu sehen und zu sprechen. Im Anschluss an die Aktion traf sich ein Teil der Omas noch zu einem Austausch über weitere Vorhaben in einem Garten Café.

 

 

2 Jahre Bremer OMAS GEGEN RECHTS – aktiv auch in der Coronakrise

Eigentlich wollten die 150 Bremer OMAS GEGEN RECHTS am 6. Juni ein rauschendes Fest zu ihrem 2-jährigen Bestehen feiern, aber die Corona-Krise macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Stattdessen stehen sie am 6. Juni ab 13.00h auf dem Bremer Marktplatz – mit Abstand und Masken – und demonstrieren stumm gegen eine neue rechte Gefahr: die Anti-Corona-Demos.

Seit Wochen versammelt sich in vielen Städten eine wachsende Anzahl von Menschen, und zwar eine gefährliche Mischung :

Leute,die um ihren Arbeitsplatz bangen, Menschen, die die Existenz  oder Gefährlichkeit des  Virus schlichtweg leugnen, Verschwörungsideologen aller Arten (so abstrus, dass sie hier nicht  aufgezählt werden sollen), Menschen, die glauben oder Angst haben, jetzt in einer Diktatur zu leben, Impfgegner, Mitglieder der Bewegung Widerstand 2020, in der viele der oben Genannten vereint sind und Rechtsextreme, die  – wie immer – ihre eigene Opferrolle hervorkehren (Opfer der „Merkeldiktatur“) und dabei geschichtsvergessen und provozierend den Judenstern und Anne Frank auf ihren T-Shirts tragen. Wie immer bei neuen Bewegungen versucht die AfD, diese zu kapern – und  meldet selbst inzwischen viele derartige Demos an. Die meisten Leute tragen dabei keine Masken, halten auch Abstandsregeln nicht ein, gefährden also andere Menschen. Sie sind  nicht nur politisch eine Gefahr, sondern auch existentiell.

Für die OMAS GEGEN RECHTS, die es inzwischen in weit über 100 Städten in Deutschland gibt, steht an erster Stelle Artikel 1, Absatz 1 unseres Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“und Artikel 2, Absatz 2: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ .Das ist der Ausgangspunkt all unseres Handelns. Beide Grundrechte werden auf Anti-Corona-Demos von vielen verletzt  Wir OMAS sehen die Einschränkungen einiger Rechte in dieser Corona-Krise als notwendig an, da sie auf klarer demokratisch-gesetzlicher Grundlage erfolgt sind und tragen sie solidarisch mit.

Einzelne Maßnahmen beobachten und begleiten wir auch kritisch, z. Bsp die Situationen in Alten- und Pflegeheimen, in einigen Flüchtlingsheimen, die Situation der Behinderten, die Belastung vor allem der Frauen, die in Familie und in unterbezahlten „systemrelevanten“ Berufen wieder einmal die Hauptlast auf ihren Schultern tragen und in scheinbar längst überwundene Frauenrollen zurückgedrängt werden.

Die OMAS GEGEN RECHTS stehen am 6. Juni auf dem Marktplatz, um vor den Anti-Corona-Demos zu warnen. Sämtliche politische Extremisten freuen sich über die Schar von Opfern, die sich so leicht manipulieren lassen, sie geben ihnen das Gefühl, eine Heimat zu haben, Recht zu haben – das und das sorglose Umgehen mit möglichen Infizierungen halten wir für äußerst gefährlich..

Nach der Marktplatz-Demo werden die OMAS, ihrem Leitspruch „Nie wieder“ gemäß, jeweils zu Zweit zu verschiedenen Stolpersteinen in der Innenstadt gehen, diese putzen, Blumen niederlegen und mit Abstand Passanten über die jeweilige Geschichte des Nazi-Opfers informieren.

Da momentan keine monatlichen Treffen der OMAS stattfinden können, läuft  sämtliche Kommunikation über die Facebookgruppe OMAS GEGEN RECHTS Bremen, über eine Whatsapp -Gruppe und über Mails (omasgegenrechts-bremen@web.de) Informieren kann man sich auch über die OMAS auf unseren Websites omasgegenrechts-nord.de  und omasgegenrechts-deutschland.de

Gerda Smorra

Wir warnen
Wir warnen davor, sich den Anti-Corona-Demos anzuschließen
Tag der Befreiung - Gedenken in Bremen

Rückblick: Bremer OMAS am 8. Mai 2020

Am 08. Mai hielt die VVN-BdA Bremen in Kooperation mit dem Verein Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V. und den OMAS GEGEN RECHTS zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und Krieg auf dem Bremer Marktplatz eine Mahnwache ab. Unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes und der Maskenpflicht versammelten wir uns, um zu gedenken.

Wir Bremer OMAS bildeten mit 16 Omas, die größte Gruppe. Obwohl die Meisten von uns zu Risikopersonen zählen, ließen wir es uns nicht nehmen, an so einem wichtigen Tag präsent zu sein. Es gab kurze Redebeiträge. Simon Elias, von der „shakespeare company e.V.„, trug den Schwur von Buchenwald vor und die antifaschistischen Lieder, die das „Rote Krokodil“ spielte, machten das Gedenken zu einer würdigen Veranstaltung.

Einige OMAS gingen danach noch Blumen an Stolpersteinen niederlegen, um der Opfer zu gedenken.

Es war schön endlich mal wieder zusammen auf der Straße zu sein, aber auch in dieser Zeit geben wir den Kampf gegen Rechts und das Erinnern nicht auf.

(Marion)

8. Mai – Tag der Befreiung

Rückblick – Bremen: 1. Bremer Oma-Rathaus-Walk am 7. März 2020

Mit 30 Omas gegen rechts sind wir mit unseren Liedern zweimal um’s Bremer Rathaus gegangen und bekamen sogar spontane Instrumentalunterstützung. Wir erlebten angenehm interessierte Aufmerksamkeit von älteren bis jüngeren PassantInnen für unser Engagement. Die erste Einzelaktion der Bremer Omas war sehr gelungen. Sie wird die nächsten Monate jeden ersten Samstag im Monat von 13 bis 14Uhr stattfinden. Großen Dank an die Organisatorinnen.

8.Mai Bremer OMAS in Aktion

Am 08. Mai hielt die VVN-BdA Bremen in Kooperation mit dem Verein Deutsch-Russische Friedenstage Bremen e.V. und den OMAS GEGEN RECHTS zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus und Krieg auf dem Bremer Marktplatz eine Mahnwache ab. Unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes und der Maskenpflicht versammelten sich mehr als die Zahl genehmigter Personen, um zu gedenken.

Wir Bremer OMAS bildeten mit 16 Omas, die größte Gruppe. Obwohl die Meisten von uns zu Risikopersonen zählen, ließen wir es uns nicht nehmen an so einem wichtigen Tag präsent zu sein. Kurze Redebeiträge, Simon Elias , von der Shakespeare Company, trug den Schwur von Buchenwald vor und die antifaschistischen Lieder, die das Rote Krokodil spielte, machten das Gedenken zu einer würdigen Veranstaltung.

Einige OMAS gingen danach noch Blumen an Stolpersteinen niederlegen, um der Opfer zu gedenken.

Es war schön endlich mal wieder zusammen auf der Straße zu sein, aber auch in dieser Zeit geben wir den Kampf gegen Rechts und das Erinnern nicht auf.

Kurzbericht zur Kundgebung vom 03. März 2020

unter dem Motto „Evakuiert die Inseln!“ auf dem Bremer Marktplatz.

Die Aktion zur Situation der Flüchtlinge in Griechenland fand am Dienstagmittag statt.

„Die EU-Staaten müssen sofort humanitäre Hilfe leisten und dürfen Griechenland nicht länger alleine lassen“, hieß es in dem Aufruf zu der Aktion.

Grenzen auf – Leben retten

Zu der Kundgebung erschienen 12 OMAS GEGEN RECHTS Bremen und mischten sich unter die circa 280 Teilnehmer.

Bremens Umweltsenatorin, Maike Schaefer (Grüne), Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne), die Bremer SPD-Vorsitzende, Sascha Aulepp, und Die Linken-Fraktionsvorsitzende in der Bremischen Bürgerschaft, Sofia Leonidakis, sprachen auf der Kundgebung.

Nach den Redebeiträgen löste sich die Versammlung aufgrund des kalten Windes recht schnell auf und ein paar OMAS gingen in die nahe gelegene Markthalle, um etwas Warmes zu sich nehmen.

Wir OMAS haben aufgrund der Erkältungszeit nicht gekuschelt. Das durften dann unsere Schilder in der Markthalle nachholen

Gruß Elke

Demonstration #FightFortressEurope in Bremen am 05.03.2020

 

Anlass: Wieder sterben Menschen an EU-Grenzen,

wieder werden schutzsuchende Menschen zum Druckmittel,

wieder die Türkei, die erpresst,

wieder die EU, die die Festung Europa aufrecht erhält.

wieder gewalttätige Übergriffe auf Flüchtende.

Wir wollen unsere Trauer, Wut und unser Entsetzen über die europäischen Verhältnisse gemeinsam auf die Straße tragen!

Nach Ansprachen setzte sich ein circa 400 Personen starker Demozug in Richtung Am Markt in Bewegung. Drei OMAS GEGEN RECHTS waren mit zwei Schildern, einer Weste und mehreren Buttons, letztere sind an Interessierte verschenkt worden, dabei.

 

In Höhe Wulwestraße wurde gestoppt und es folgten erneut Ansprachen. Auf dem Marktplatz kam die Demonstration mit einer Abschlussrede zum Ende und löste sich friedlich  auf.

Es ist schön, dass Demonstrationen, die vom Viertel aus los gehen trotz hoher Polizeipräsenz friedlich bleiben. Keine Seite fühlt sich provoziert. Vielen Dank.

 

Gruß Elke

Schaufenster der FDP

Kurzbericht zur Bremer Spontan-Demo

Spontan-Demo am Mittwoch, 4. Februar 20.00 Uhr vor der Bremer FDP, Violenstraße 47.

Anlass:

Politiker von FDP und AfD in Bremen gratulieren Thomas Kemmerich zur angenommenen Wahl, zum Ministerpräsidenten in Thüringen.

Auch Bremens stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Lencke Wischhusen gratulierte ihrem Parteifreund aus Thüringen.

Die sehr spontane Kundgebung sammelte sich, das Bündnis schätzt 400-500 Personen, um 20 Uhr in der Violenstraße. Auch 4 Omas gegen Rechts und ein Opa, hatten sich auf die Schnelle eingefunden.

Vor dem FDP Gebäude, standen 4-5 Mitglieder und sammelten schriftliche Statements der Protestierenden ein. Auch die Fensterscheiben wurden mit Sprüchen und Stickern aufgehübscht. Es gab mehrere Ansprachen und Demosprüche.

Ca um 20:45 Uhr wurde per Lautsprecher mitgeteilt, dass die FDP zu dieser Zeit, an einer Veranstaltung im Presseclub, Schnorr, teilnimmt und alles setzte sich dort hin in Bewegung. Leider war man dort zu spät dran und wurde auch nicht angehört oder eingelassen, so zog die Demo weiter ohne die Omas….

Der Veranstalter schätzte 400-500 Teilnehmer*innen
Der Veranstalter schätzte 400-500 Teilnehmer*innen
Die OMAS waren dabei
Die OMAS waren dabei

 

 

Gemeinsam gegen rechte Angriffe in der Bremer Neustadt und anderswo am 24. Januar 2020 (Kurzbericht zur Demo)

Anlass:
Zum dritten Mal in diesem Jahr ist der ‚Linkstreff Buntentor‘ Ziel einer faschistischen Attacke geworden. Nachdem am 2. Januar ein Gullideckel in die Büroscheibe geworfen wurde, folgte wenige Tage später ein Drohbrief mit einem unbekannten Pulver. Nun, am Abend des 20.Januar, stellte ein Unbekannter ein Kantholz beschmiert mit Drohungen und antisemitischen Parolen vor das Büro.

24.1.2020

Ungefähr 15 OMAS gegen RECHTS, waren Freitag, 24. Januar, trotz Kälte und leichtem Nieselregen, zur Unterstützung des „Linkentreff Buntentor“ erschienen.
Die Versammlung mit Ansprachen von Betroffenen und Unterstützern begann um 17 Uhr auf dem Delmemarkt. Von dort aus setzte sich der Zug, mit ungefähr 150 Personen, in Richtung Linkstreff Buntentor, in Bewegung. Am Leibnitzplatz – Park, wurde angehalten und es gab eine weitere Ansprache.
Gegen 18:45 Uhr traf der Demozug am Ziel an. Nach einer kurzen Ansprache und Verabschiedung, löste sich dieser witterungsbedingt rasch auf.
Es ist schön zu sehen, dass sich in so kurzer Zeit und bei fiesester Witterung, so viele Menschen mobilisieren lassen. Vielen Dank dafür!

Treffen auf dem Delmemarkt
Treffen auf dem Delmemarkt
auf dem Weg zur Schlusskundgebung
auf dem Weg zur Schlusskundgebung