OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

Aktion vor dem Auswärtigen Amt – Menschenleben retten!

Presseerklärung

Berlin, 18.10.21

„Aufstehen statt wegducken“- Kundgebung der OMAS GEGEN RECHTS Deutschland-Bündnis vor dem Auswärtigem Amt am 19.10.2021 – 13:00 – 15:00 Uhr

„Aufstehen statt wegducken“ haben wir unsere Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt genannt und erinnern mit dem Titel seines Buches den noch im Amt befindlichen Außenminister der Bundesrepublik Deutschland Heiko Maas an seine Pflicht und seine Versprechen: Die Rettung der in Afghanistan zurückgelassenen Ortskräfte und ihrer Familien.

Zurückgelassen, fast vergessen und in ständiger Lebensgefahr!

Sie alle haben eine Aufnahmegarantie für Deutschland, aber müssen trotzdem die Rache der Taliban fürchten. Eines der Kinder war vier Tage alt, als seine Eltern mit ihm auf den Flughafen gelangten, von dem aus sie zurückgeschickt wurden. Ein anderes Kind brach sich auf dem Flughafen den Arm, wieder ein anderes ist traumatisiert und verweigert inzwischen die Nahrungsaufnahme. Das sind Einzelschicksale, die das deutsche Versagen dokumentieren!

Vor einigen Tagen marschierte ausgerechnet ein Fackelzug am Reichstagsgebäude vorbei, bitterer Zapfenstreich nach 20 Jahren Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, die ihre Ortskräfte im Stich gelassen hat. Politiker und Bundeswehr ducken sich weg.

Für das tägliche Überleben der Ortskräfte und ihrer Familien sorgt das reiche Deutschland nicht.

Wir OMAS GEGEN RECHTS Deutschland-Bündnis haben uns mit Mission Lifeline zusammengetan und gespendet. Bis heute ist es gelungen, einigen wenigen Familien die Ausreise aus Afghanistan zu ermöglichen. Die übrigen Ortskräfte mit Angehörigen, die in dieser Bedrohungssituation bleiben müssen, sind völlig mittellos. Sie bedürfen dringend unserer Unterstützung: Es geht hier nicht nur um das tägliche Überleben der Menschen, sondern auch um dringend notwendige medizinische Behandlungen.

Wir, die OMAS GEGEN RECHTS Berlin/ Deutschland-Bündnis fordern: Die Bundesregierung darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen! Sie muss die Menschen, die deutsche Soldat*innen, deutsche Hilfsorganisationen und deutsche Firmen in Afghanistan unterstützt haben, schützen und sie nach Deutschland ausfliegen. Das ist ihre moralische Pflicht!

Wir hatten unterschiedliche Auffassungen zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, aber gemeinsam fordern wir jetzt: Die Bundesregierung muss bis zur Rettung für den Lebensunterhalt und die Kosten der medizinischen Versorgung aufkommen!

Eine Bundesregierung, die versucht, sich wegzuducken, tritt die westlichen Werte, die sie immer wieder gern im Munde führt, in den Schmutz.

Bitte unterstützen Sie uns durch Ihre Berichterstattung über unseren Protest und durch die Veröffentlichung unseres Spendenaufrufes

https://www.betterplace.me/hilfe-fuer-die-verlassenen-ortskraefte

Vielen Dank!

Geänderter Tagungsort am 27.9. !!

Hallo, ihr lieben OMAS in Bremen und UMZU!

Die Klima-Demo in Bremen war ein voller Erfolg. Nach Angaben von Fridays for future nahmen an der Klima-Demo in Bremen rund 15.000 Menschen teil. Die OMASgegenRECHTS waren mit dabei!!!

Auch in Achim fand auf dem Marktplatz eine Klima-Kundgebung statt, an der sich OMAS mit Gesang beteiliigten.

Barbara H.-St. ist es geglückt für Montag, d. 27.09. 21  einen anderen Tagungsort für unser Plenum  festzumachen. Vielen Dank !!!

Wir werden nun das OgR- Plenum am Montag, d. 27.09. 21 von 15.30-17.30 Uhr im Gemeindezentrum der Zionsgemeinde in der Bremer Neustadt abhalten. Die sangesfreudigen OMAS treffen sich vorher auch dort um 14.30 Uhr .
Lieben Gruß und eine gute Wahl am Sonntag!

Letzte Marktaktionen in Achim und Bremen- Klimastreik am Freitag-

Hallo, ihr lieben OMASgegenRECHTS aus Bremen und UMZU!

Gestern in Bremen am Grasmarkt und heute in Achim haben wir OMASgegenRECHTS unsere letzen Marktaktionen vor der Wahl durchgeführt.
Die OMAS aus Achim, die bei der Marktaktion heute wiederholt und sehr nachdrücklich auf den Klimastreik am Freitag verwiesen haben, werden am Freitag mit Schildern und Banner um 15.00 Uhr auf dem Achimer Marktplatz und auch singend mit dabei sein.

Die  Bremer OMAS treffen sich um 9.50 Uhr am Kolonial-Denkmal (Elefanten) mit etwas umgearbeiteten Schildern.
 
Für die, die die ganze Strecke nicht mitlaufen können, ist  jetzt die Route auch online auf der FFF-Webseite sowie nähere INFOS unter: https://fridaysforfuture-bremen.de/ zu finden.

OMAS GEGEN RECHTS beim Gegenprotest in Darmstadt

AfD? Verschwindend… Gegenprotest in Darmstadt

Für den 2. September 2021 hatte die AfD in Darmstadt eine Wahlkundgebung auf dem Messplatz angekündigt. 

Als Gegenkundgebung hatte das Darmstädter „Bündnis gegen Rechts“ eine Demonstration zum und anschließende Kundgebung auch auf dem Messplatz angemeldet. 

Eine Handvoll OMAS der neu gegründeten Regionalgruppe Darmstadt traf sich mit den anderen Gruppen, um an Demonstrationszug und Kundgebung teilzunehmen.  Die Wetterau unterstützte. 

Der große Messplatz war zweigeteilt: die Polizei hatte in großzügigem Abstand zur Gegenkundgebung einen Kreis mit Mannschaftswagen gezogen, mit ebenfalls großen Abständen zwischen den Fahrzeugen. 

Gnädig gezählt waren etwa 20 Personen bei der AfD zu sehen, gegenüber ca 400 Demonstrierenden beim Gegenprotest. In den Reden der überwiegend jungen Menschen wurden die OMAS erwähnt und mit viel Beifall bedacht, und in einzelnen Gesprächen wurde Freude geäußert, dass es sie nun auch in Darmstadt gibt. 

Berlin – Aufruf zum 29.8. – Schutz des Mahnmals – Zeichen setzen

Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen… (Primo Levi)

Wir erneuern unseren Aufruf vom 1.8.2021 und stellen uns am 29.8.2021 wieder als sichtbarer Schutz und ein öffentliches Zeichen vor das Mahnmal der ermordeten Juden Europas.

Gegenwärtig mobilisieren führende Köpfe der Querdenker für das Wochenende 28.8. und erneut 29.8.21 nach Berlin. Sie setzen dabei auf „Spontandemonstrationen“, melden ihre geplanten Demonstrationen nicht an, sie behaupten: „Keine Demo, keine Kundgebung – nur wir.“

Verbündete von Querdenker*innen und anderen Verschwörungsideolog*innen und rechtsoffenen Gruppierungen und Parteien sind bereits am 1.8.21 durch Berlin gelaufen, obwohl ihre Versammlungen wegen des Infektionsschutzes verboten worden waren, denn sie hatten bereits im Vorfeld angekündigt, sich nicht an Auflagen halten zu wollen.

Am 1.8. durchbrachen sie mehrfach Polizeiketten, wendeten sich gegen Menschen, die Masken trugen und versuchen seither noch deutlicher, sich als „Widerständler“ und „Freiheitskämpfer“ innerhalb einer Diktatur darzustellen. Auf dem Videoportal der Querdenker werden nach wie vor auch antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet.

Die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus schätzt ein: „Die angekündigten Versammlungen haben durch die hohe Aggressivität vieler Teilnehmender ein Gefahrenpotential. So war bei größeren Events aus dem „Querdenker“-Milieu in der Vergangenheit regelmäßig eine hohe Grundaggressivität feststellbar. Mehrfach kam es auch zu Ausschreitungen. Auch am Wochenende ist eine mögliche Beteiligung von gewaltbefürwortenden und gewaltsuchenden Rechtsextremen, aber auch von radikalisierten Verschwörungsgläubigen nicht unwahrscheinlich. Das Potenzial rechtsextremer Gewalttäter_innen in Kombination mit der massiven Umsturz-Rhetorik in Reden aus dem „Querdenker“-Milieu sowie dem Selbstverständnis vieler Teilnehmender, sich im Kampf gegen eine Diktatur zu befinden, birgt für Personen, die als Feinde ausgemacht werden, die Gefahr von Anfeindungen und gewalttätigen Übergriffen im Umfeld der Veranstaltungen.“

Wir lassen das Auftreten der Querdenker*innen nicht unwidersprochen und setzen ein Zeichen, denn immer wieder ist es bei ihren Versammlungen und Aufmärschen zum Zeigen antisemitischer Symbole gekommen. Auch vor dem Mahnmal der ermordeten Juden Europas kam es mehrfach zu Provokationen, die live ins Internet gestreamt wurden. Aus einer Demonstration heraus rief am 21.4.21 ein Demonstrant: „Mahnmal der Schande!“ Ein bekannter Rechtsextremer filmte sich vor dem Mahnmal mit dem Tagebuch der Anne Frank.

Wir werden deshalb am 29.8. erneut vor dem Mahnmal der ermordeten Juden Europas stehen. Bitte unterstützt uns und zeigt mit uns, dass nicht wieder geschehen darf, was geschehen ist. Wir erinnern und mahnen, der Holocaust war ein unvergleichliches Verbrechen!

Die Pandemie ist nicht vorbei! Wir halten Abstand und schützen uns gegenseitig – Masken sind selbstverständlich!

Kommt am 29.8.21 ab 11:00 Uhr zur Kundgebung!

Ort: Ebertstr / ab Ecke Behrenstr. /Richtung Hannah-Ahrendtstr.

OMAS GEGEN RECHTS Berlin /Deutschland-Bündnis und

VVN-BdA 

Aufstehen gegen Rassismus

Anwohner*innen Initiative für Zivilcourage gegen Rechts

Hier noch der Aufruf als PDF: Aufruf 29 August-Berlin

Den „Freiheitsboten“ die Stirn geboten

Immer wieder montags marschieren die „Freiheitsboten“ aus Achim, Verden und Rotenburg durch Rotenburg. Jetzt reicht es uns. Wir OGR aus Achim, Verden und Bremen sind gestern nach Rotenburg gereist, um gegen diesen unsäglichen Aufmarsch zu demonstrieren. Wir waren nicht alleine.

Ein junger Mann der Antischwurbler-Aktion ist extra aus NRW angereist, um gegen die Verschwörungsschlaumeier zu demonstrieren. Das freut uns sehr!

Auch der Bürgermeister der Stadt Rotenburg hat sich zu uns gesellt, um seiner Freude über unseren Protest Ausdruck zu verleihen. Ach und: Die Sonne schien auch, damit wir entspannt singen konnten. So hallte es über den Pferdemarkt: „Keiner will sie haben! Keiner will sie haben!“