OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

Omas gegen Rechts im Kieler Express

Der Kieler Express ist ein Anzeigenblatt, das am Wochenende mit einer Auflage von über 200.000 Exemplaren in Kiel und Umgebung kostenlos verteilt wird.

Der Kieler Express ist auch online zu lesen:

https://www.kielerexpress-online.de/

Nach der Verleihung des Paul-Spiegel-Preises führte Jan Köster vom Kieler Express per Telefon ein Interview mit uns, das am Sonnabend, 28.11.20 erschienen ist:

Wenn Weisheit laut wird

Die frisch ausgezeichneten „Omas gegen Rechts“ sind auch im Kieler Raum aktiv

Kiel. Sie haben was gegen strikte Hierarchien und erst recht was gegen jede Form von Antisemitismus, Faschismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit: Seit ein paar Jahren machen die „Omas gegen Rechts“ bundesweit den Mund auf, wenn es darum geht, die Demokratie zu verteidigen und sich für zum Teil mühsam erkämpfte soziale Standards einzusetzen. Jetzt hat der Zentralrat der Juden in Deutschland die bundesweite Initiative „Omas gegen Rechts“ mit dem Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Der Preis ist nach dem langjährigen Präsidenten des Zentralrats benannt und soll Menschen ehren, die sich im Sinne einer Bürgergesellschaft engagieren und Zivilcourage zeigen.

„Das ist eine große Ehre und eine große Freude und ein Ansporn weiterzumachen“, sagt Marion Förster von den Kieler „Omas gegen Rechts“. Sie selbst ist 66 Jahre alt und damit guter Durchschnitt: „Die meisten sind zwischen 60 und 70 Jahre alt“, sagt sie. Entstanden ist die Initiative 2017 als Facebook-Gruppe in Wien, 2018 kam die erste Facebook-Gruppe in Deutschland dazu. Feste Strukturen gibt es nicht, die „Omas gegen Rechts“ sind kein Verein und keine Partei. Wenn es etwas zu entscheiden gibt, können über die sozialen Medien alle mitreden – bei den Omas herrscht Basisdemokratie. Feste Ämter gibt es auch nicht, trotzdem finden sich überall Personen, die sich wie Marion Förster zum Beispiel um die Webseiten kümmern oder Journalisten die Arbeit und die Ziele der Initiative erklären. Rund 250 Personen umfasst der Kreis der Kieler „Omas gegen Rechts“. Zuletzt waren sie Ende Oktober bei der Anti-Nazi-Demo in Heikendorf dabei und erst vor wenigen Tagen auf dem Bahide-Arslan-Platz in Kiel-Gaarden beim Gedenken an die Opfer des Möllner Brandanschlags vor 28 Jahren. Und die Omas setzen sich für Benachteiligte ein: Bei einem Hof-Flohmarkt in Wendtorf sammelten sie beispielsweise vor wenigen Wochen 2000 Euro für den Verein „Hempels“.

Um eine „Oma gegen Rechts“ zu sein, muss man übrigens keine Oma im biologischen Sinn sein – auch Opas und sogar Enkel können „Omas“ sein, das ist eine Frage der Geisteshaltung, wie Marion Förster erklärt. Viele sind durch die linksgerichteten, gesellschaftskritischen Proteste der 1960er-Jahre beeinflusst, andere engagieren sich schon sehr lange in der Frauenbewegung. Gleichberechtigung und gegenseitiger Respekt sind die großen Ziele, egal ob zwischen Geschlechtern oder sozialen Gruppen oder Ethnien. „Und wenn dann eine blaugefärbte Partei versucht, die Zeit zurückzudrehen, dann ist das schmerzlich“, stellt Marion Förster fest. Als eine der großen Stärken der „Omas gegen Rechts“ sieht sie deren meist große Lebenserfahrung, die sie große Zeiträume überblicken lässt: „Das prädestiniert uns dafür, Fehlentwicklungen zu erkennen.“ kst

Wer mehr wissen will, findet die „Omas gegen Rechts“ auf Facebook oder www.omasgegenrechts-kiel.de

 

 

 

Wie wollen wir leben?

Liebe Omas,
das folgende Thesenpapier haben wir in Kiel erstellt, und es soll als Diskussionsgrundlage dienen und die Gruppen dabei unterstützen,  Schwerpunkte für ihre politische Arbeit zu finden, die über die bloße Reaktion auf Querdenker und ihre politische Zerstörungsarbeit hinausgehen.

Unsere Demokratie können wir nur erhalten, wenn wir unsere Vorstellungen einbringen,wenn wir  konstruktive Kritik üben und daran mitwirken, gesellschaftliche Fehlentwicklungen zu korrigieren. Unter keinen Umständen dürfen wir den  Hildmanns, Gaulands und von Storchsund auch nicht den Merzens die  politische Debatte überlassen. Also, lasst uns darüber reden, zu  welchen Themen wir uns als Omas gegen Rechts äußern wollen. Wir freuen uns über Euer Feedback über unsere Kontaktadressen.

 

Wie wollen wir leben? Diese Frage ist die Überschrift der ARD-Themenwoche: Die öffentlich-rechtlichen Funk- und Fernsehanstalten beleuchten aus verschiedenen Perspektiven gesellschaftliche Fragestellungen. Die Frage, wie wir leben wollen, sollte auch uns beschäftigen. Wir verwenden viel zu viel Energie darauf, den Quer- und Schiefdenkern, den Schwurblern und Verschwörungsheinis hinterher zu laufen.

Klimawandel, Digitalisierung, soziale Schieflagen in kapitalistisch organisierten Gesellschaften, Kommunikation, Wahrheit und Lüge in sozialen Netzwerken: Die Liste der Herausforderungen, vor denen wir stehen, ist schier endlos.

Omas gegen Rechts – was bedeutet das? Heißt das, dass wir nur gegen Rechtsextremismus, gegen Antisemitismus und Rassismus arbeiten? Wo fängt für uns „Rechts“ an? Für welche Fragen fühlen wir uns als Bündnis zuständig? Zu welchen Themen wollen wir Stellung beziehen?

Das massive Auftreten der Querdenker, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker führt zu einer politisch unmöglichen Situation: Haben wir bisher politisches Handeln kritisch begleitet, gegen soziale Ungerechtigkeit protestiert, demokratische Beschlüsse gegen Lobbyinteressen verteidigt, finden wir uns neuerdings in der ungewohnten Position wieder, die Regierenden gegen Angriffe von Rechtsaußen in Schutz zu nehmen.

Während wir gebannt und voll Entsetzen auf das Treiben bei Querdenkerdemos starren, werden Milliarden von Euros an die Automobilindustrie verschenkt, im Zuge zunehmender Militarisierung der Gesellschaft wird das „Jahr für Deutschland“ ohne vernehmbaren Protest eingeführt, an der Privatisierung des Gesundheitswesens wird nicht gerüttelt; ausbeuterische Arbeitsverhältnisse werden weiterhin geduldet, um nur die paar Beispiele zu nennen, die spontan einfallen. Und was tun wir? Richtig, große Demonstrationen sind in Zeiten der Pandemie keine Option, jedenfalls nicht für uns. Treffen und Diskutieren? Können wir auch auf absehbare Zeit vergessen.

Die gute Nachricht ist jedoch: Das Internet ist schon erfunden! Wir können uns online zusammenschließen, wir können in unseren Gruppen Frageaktionen starten, die Antworten auswerten und daraus Thesenpapiere und Forderungskataloge ableiten, mit denen wir an die Öffentlichkeit gehen. Wir sind eine politische Gruppierung, die sich gegen politische Vorstellungen von rechts richtet. Und dazu gehört nicht nur der grölende Neonazi mit Hakenkreuztattoo oder der altersstarrsinnige Herr mit der Reichskriegsflagge – nein, dazu gehören alle politischen Kräfte, die anderen Menschen Teilhabe und Chancengleichheit verwehren – sei es wegen ihrer ethnischen, geografischen oder sozialen Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung.

Wie wollen wir leben? Letztlich ist es diese Frage, die die meisten von uns umtreibt und uns dazu bringt, uns politisch zu engagieren. Lass uns endlich wieder eine politische Arbeit aufnehmen, die darauf ausgerichtet ist, Leben und Zukunft zu gestalten.

 

Kinder vor Gewalt schützen – Die Kieler Petze

Ursula Schele ist Geschäftsführerin der PETZE (Präventionsbüro und Institut für Gewaltprävention gGmbH in Trägerschaft des Frauennotruf Kiel e.V.. Sie ist engagierte Frauen- und Kinderrechtlerin; bereits 1979 hat sie den Frauennotruf Kiel e.V. mitgegründet. Ursula Schele setzt sich für eine gerechte Gender.- Migrations- und Sozialpolitik ein. Neben der Kieler Andreas-Gayk-Medaille (2016) ist sie auch Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande (2000) und seit 2018 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse, das ihr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für ihre langjährigen Verdienste um das Gemeinwohl überreicht hat. Und nicht zuletzt ist Ursula Schele eine Kieler Oma gegen Rechts!

 

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein altes, leider immer wieder aktuelles Thema, das gerade jetzt in der Corona-Pandemie wieder in den Vordergrund rückt. Im Gespräch mit der NDR Redakteurin Maja Herzbach spricht Ursula Schele darüber, wie Kinder vor Gewalt geschützt werden können. Hier könnt Ihr Euch den Podcast anhören:

https://mediandr-a.akamaihd.net/progressive/2020/1105/AU-20201105-1014-3200.mp3

 

Ein Flohmarkt mit Wirkung

2.000 € konnten die Kieler Omas gegen Rechts Anfang November an den Verein Hempels e.V., der sich um Menschen in sozialen Notlagen kümmert,  überreichen.

Den Artikel dazu könnt Ihr unter diesem Link lesen:

https://www.hempels-sh.de/news/details/omas-gegen-rechts-spende-an-hempels

 

Quelle: Hempels e.V. Quelle: Hempels e.V.

Noch besser: Kauft die Dezember Ausgabe des Magazins! – HEMPELS wird ausschließlich von Frauen und Männern verkauft, die sich in materiellen oder sozialen Schwierigkeiten befinden. Voraussetzung ist der Nachweis, zum Lebensunterhalt nicht mehr als den Hartz-IV-Regelsatz von derzeit 424 Euro zur Verfügung zu haben. Mit dem Kauf der Zeitschrift leistet Ihr für die Verkäufer*innen eine unmittelbare Unterstützung.

Widerstand gegen Nazis vor Ort

Fast eintausend Menschen waren es heute, die sich in Heikendorf, einem kleinen Seebad vor den Toren der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt, am Ostufer der Kieler Förde eingefunden hatten, um gegen die häufiger werdenden faschistischen Umtriebe in der Gemeinde zu protestieren.

Trotz leichten Nieselregens zog die eindrucksvolle Demonstration mehrere Kilometer durch Heikendorf und setzte ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Bürger*innen Heikendorfs, die sich den Nazis entgegen stellen.

Auf der Abschlusskundgebung gab es starke und ermutigenden Wortbeiträge, unter anderem von Dietrich Lohse vom Kieler Runden Tisch gegen Faschismus und Rassismus, und vom Regionsgeschäftsführer des DGB, Frank Hornschu. Auch Betroffene wie der Sülfelder Pastor Steffen Paar, dessen Grußwort vom Heikendorfer Pfarrer verlesen wurde, sowie Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel ermutigten zum Widerstand gegen Faschisten. Ein junger Mann von Fridays for Future stellte dar, wie der Kampf gegen den Klimawandel und das Aufstehen gegen Ausgrenzung und Nationalismus zusammengehören.

 

Selbstverständlich waren auch wir Omas gegen Rechts wieder zahlreich vor Ort und durften uns über positive Resonanz, Interesse und vor allem über eine große, solidarische und friedliche Demonstration freuen.

Auch in Kiel: Am 8. Oktober Gedenken an Halle

Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle – Kundgebung im Gedenken an die Opfer antisemitischer und rassistischer Gewalttaten

Donnerstag, 8. Oktober 17:00

Alte Synagoge, Goethestraße, Ecke Humboldtstraße, Kiel

Der Runde Tisch gegen Rassismus und Faschismus in Kiel, ruft dazu auf, sich am 08.10. um 17 Uhr am Gedenkstein der alten Synagoge in der Goethestraße zu versammeln. Einen Tag später, am 09. Oktober, wird es ein Jahr her sein, dass ein radikalisierter Antisemit und Rassist an Jom Kippur, dem heiligsten jüdischen Feiertag, versuchte in eine Synagoge einzudringen. Sein Ziel: Möglichst viele Jüdinnen und Juden ermorden. Da es ihm nicht gelang, die Tür mit seinem Gewehr aufzuschießen, tötete er willkürlich eine Passantin, griff einen Dönerladen an, erschoss einen Besucher und verletzte weitere Personen auf seiner anschließenden Flucht.
Es handelt sich um einen der schwersten antisemitischen Anschläge der Nachkriegszeit und reiht sich in eine lange Liste zunehmender Gewalt gegen jüdisches Leben in Deutschland ein. Er steht stellvertretend für die wachsende Bedrohungslage, in der sich Jüdinnen und Juden wiederfinden, und die von einer weitestgehend schweigenden Mitte der Gesellschaft getragen wird. Während die AfD mit ihrer menschenverachtenden Agitation radikalisierten „Einzeltätern“ den Weg bereitet, finden auf Hygienedemos antisemitische Verschwörungserzählungen breite Zustimmung. Gleichzeitig zeigt sich an dem Anschlag von Halle wieder einmal das Versagen der Polizei und der zuständigen Behörden. Trotz expliziter Nachfrage und trotz eines hohen Festtages gab es in Halle, wie in vielen anderen Städten auch, keinen Polizeischutz vor der jüdischen Gemeinde. Dass die Gefahr von rechts unterschätzt wird, ist dabei keine Ausnahme, sondern ein Dauerzustand bei den Sicherheitsbehörden. Was es neben dieser Kritik vor allem braucht, ist
Solidarität mit den Betroffenen!
Wir stehen hinter allen Opfern zunehmender Diskriminierung und Gewalttaten gegen Minderheiten und marginalisierte Gruppen. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der Vielfalt gefeiert und geschätzt wird. Eine Gesellschaft, die sich aktiv gegen rechts stellt und eine klare Grenze zwischen demokratischen Diskurs und faschistischer Ideologie zieht. Schließ dich uns am 08.10. um 17 Uhr an, um ein großes Zeichen der Solidarität zu setzen. Lasst uns dafür zusammenkommen und den Opfern von Halle und den Opfern antisemitischer und rassistischer Gewalt gedenken.
Es werden Vertreter*Innen der jüdischen Gemeinden, der Türkischen Gemeinde SH, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit SH, ein Vertreter der Nebenklage im magdeburger Prozess und des Runden Tisches gegen Rassismus und Faschismus Kiel sprechen.

Kieler Omas zu Gast in Hamburg

Sonntag, 30. August – bei typisch norddeutschem Sommerwetter mit Wind und Wolken trafen sich 8 Kieler Omas und 2 Opas gegen Rechts, um gemeinsam mit der Bahn nach Hamburg zu fahren.

Ziel war der Bahnhof Hamburg-Dammtor, von dem aus wir nach einem kurzen Spaziergang in der Grindelallee 43 ankamen. Dort, vor dem Eingang des Frauenarchivs, erwartete uns schon Dr. Rita Bake, Historikerin und ehemalige stellvertretende Direktorin der Hamburger Landeszentrale für politische Bildung.

„Ganz nah beieinander“ lautete der Titel des historischen Rundganges durch das Grindelviertel. In ihren lebendigen und detaillierten Schilderungen der Schicksale, die sich hinter den Fassaden verbergen, zeigte Rita Bake anschaulich und beeindruckend, wie nahe beieinander im Nationalsozialismus in der Tat Täterinnen und Opfer lebten, dass Mitläuferinnen und Frauen im Widerstand in unmittelbarer Nachbarschaft lebten, wie eng stilles Heldentum und feiges Schweigen nebeneinander existierten.

Fast 2 Stunden lang hörten wir über die Schicksale jüdischer Frauen, die deportiert wurden, über Frauen, die ihr Leben riskierten, um ihren Mitmenschen zu helfen und auch über Nationalsozialistinnen, die im Deutschland der Nachkriegszeit ihre Karrieren unbehelligt fortführten und für ihr Handeln im Faschismus nicht zur Rechenschaft gezogen wurden.

Uns allen wurde wieder einmal sehr deutlich, wie unvorstellbar grausam und unmenschlich der Faschismus mit Menschen umgegangen ist, und – wie auch Rita Bake es betonte – wie wichtig unser Engagement gegen die neuen Rechten und ihren Faschismus ist.

Nie wieder dürfen Menschen wegen ihrer Herkunft ausgegrenzt, verfolgt und gar ermordet werden. Und nie wieder darf es so weit kommen, dass es Heldenmut erfordert, einfach nur menschlich zu sein!

Weiterlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Rita_Bake

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Kieler Omas gegen rechts – aktiv gegen Rassismus

Am Sonnabend, 27.Juni 2020 sind ca. 300 Menschen der Einladung des Afrodeutschen Vereins Schleswig-Holstein gefolgt um in der Kieler Innenstadt bei zunächst schönstem Sommerwetter gegen Rassismus zu demonstrieren.

Startpunkt war um 14:00 Uhr der Platz der Kieler Matrosen am Hauptbahnhof. Von dort ging es mit musikalischer Begleitung über den Ziegelteich Richtung Rathausplatz.

So gehts auch ohne Truck: Ein Einkaufs-oder Bollerwagen; ein gestell aus Holz und es kann losgehen!
So gehts auch ohne Truck: Ein Einkaufs-oder Bollerwagen; ein gestell aus Holz und es kann losgehen!

Bei den Zwischenstopps stellten Redner*innen des Afrodeutschen Vereins dar, was der strukturelle Rassismus in der weißen Mehrheitsgesellschaft der BRD für sie bedeutet und forderten alle auf, sich mit diesem Rassismus auseinanderzusetzen, denn nur so könnne er beendet werden.

Kniend und schweigend gedachten die Teilnehmenden am Europaplatz der Opfer rassistischer Gewalt, bis es dann zur Schlusskundgebung auf dem Rathausplatz ging.

Die Omas gegen Rechts, die ihren Oma-Schirm dabei hatten, konnten sich zum Schluss glücklich schätzen: Ein heftiger Platzregen mit Gewitter beendete die Veranstaltung.

Ein Trost mag sein, dass es auch Politclown und Selbstdarsteller Björn de Vil , der auf dem Asmus-Bremer-Platz einer bescheidenen Schar den gleichen Unsinn auftischte wie vor einer Woche, gleichfalls durchnässt und vertrieben wurde.

 

mf – 27.6.20