OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

Kurzbericht zur Kundgebung vom 03. März 2020

unter dem Motto „Evakuiert die Inseln!“ auf dem Bremer Marktplatz.

Die Aktion zur Situation der Flüchtlinge in Griechenland fand am Dienstagmittag statt.

„Die EU-Staaten müssen sofort humanitäre Hilfe leisten und dürfen Griechenland nicht länger alleine lassen“, hieß es in dem Aufruf zu der Aktion.

Grenzen auf – Leben retten

Zu der Kundgebung erschienen 12 OMAS GEGEN RECHTS Bremen und mischten sich unter die circa 280 Teilnehmer.

Bremens Umweltsenatorin, Maike Schaefer (Grüne), Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne), die Bremer SPD-Vorsitzende, Sascha Aulepp, und Die Linken-Fraktionsvorsitzende in der Bremischen Bürgerschaft, Sofia Leonidakis, sprachen auf der Kundgebung.

Nach den Redebeiträgen löste sich die Versammlung aufgrund des kalten Windes recht schnell auf und ein paar OMAS gingen in die nahe gelegene Markthalle, um etwas Warmes zu sich nehmen.

Wir OMAS haben aufgrund der Erkältungszeit nicht gekuschelt. Das durften dann unsere Schilder in der Markthalle nachholen

Gruß Elke

Demonstration #FightFortressEurope in Bremen am 05.03.2020

 

Anlass: Wieder sterben Menschen an EU-Grenzen,

wieder werden schutzsuchende Menschen zum Druckmittel,

wieder die Türkei, die erpresst,

wieder die EU, die die Festung Europa aufrecht erhält.

wieder gewalttätige Übergriffe auf Flüchtende.

Wir wollen unsere Trauer, Wut und unser Entsetzen über die europäischen Verhältnisse gemeinsam auf die Straße tragen!

Nach Ansprachen setzte sich ein circa 400 Personen starker Demozug in Richtung Am Markt in Bewegung. Drei OMAS GEGEN RECHTS waren mit zwei Schildern, einer Weste und mehreren Buttons, letztere sind an Interessierte verschenkt worden, dabei.

 

In Höhe Wulwestraße wurde gestoppt und es folgten erneut Ansprachen. Auf dem Marktplatz kam die Demonstration mit einer Abschlussrede zum Ende und löste sich friedlich  auf.

Es ist schön, dass Demonstrationen, die vom Viertel aus los gehen trotz hoher Polizeipräsenz friedlich bleiben. Keine Seite fühlt sich provoziert. Vielen Dank.

 

Gruß Elke

Wir sind verantwortlich!

„Meine Freunde berichten, dass inzwischen auf Lesbos Chaos ausgebrochen ist. Horden von rechten gehen über die Strassen und schlagen Menschen zusammen. Sie halten Autos an und verlangen Dokumente. Wenn du Ausländer bist, wirst du zusammen geschlagen, das Auto wird demoliert. Niemand greift ein, Polizei lässt sich nicht blicken. Menschen verstecken sich, wo sie nur können. Niemand ist mehr sicher.“

Bericht von Hanna A.

Sie schickte mir außerdem folgenden Link:  Bericht über Lesbos – in Englisch

ABGESAGT wg Corona: ZEBRA zu Gast bei den OMAS in Kiel

ZEBRA e.V., das ist das Zentrum für Betroffene rechter Angriffe.

Die Kieler Omas gegen Rechts treffen sich regelmäßig, und jede interessierte „Oma“ ist zu diesen Treffs herzlich willkommen.

Unser nächster Omas-gegen-Rechts Abend ist am Mittwoch, 18.03.2020  um 18:00 im Garbesaal des Kieler Gewerkschaftshauses in der Legienstraße 22-24.

An diesem Abend werden wir jemanden vom Zentrum für Betroffene rechter Angriffe (ZEBRA) zu Gast haben und einiges über die Arbeit dieser Organisation erfahren.

-mf-

OgR Bremerhaven und Umzu

 

Omas als Stammtischkämpferinnen

Wie verhalte ich mich angesichts rassistischer Pöbeleien und wie reagiere ich auf dumpfe Stammtischparolen? Diese und andere Fragestellungen wurden in dem, sehr empfehlenswerten, informativen und interessanten Workshop „Ausbildung zum*r Stammtischkämpfer*in“ behandelt. Das Tagesseminar wurde organisiert von Arbeit und Leben Bremerhaven e.V. in Kooperation mit dem DGB Stadtverband Bremerhaven. Unser Referent, Hardy Kowalzik führte uns mit einer Informationssequenz an das Thema heran und erarbeitete mit uns anhand von Rollenspielen und regem Erfahrungsaustausch, wie wir auf rassistische und rechte Verhaltensweisen reagieren können.

Ein Mut machendes Seminar!

Da so viele von uns Interesse bekundet haben, findet ein zweites Seminar statt:

Tagesseminar

Das kennen wir doch: Rechte Sprüche im Bus verschlagen uns die Sprache? Rechtspopulistische Parolen, ob in der Zeitung, im Fernsehen oder in der Schlange an der Supermarktkasse hängen uns zum Hals raus? Und zu Hause ärgern wir uns darüber, dass uns nichts Passendes dazu eingefallen ist und wir nicht den Mund aufgemacht haben. Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ setzt hier an, mit einem Seminar für Stammtischkämpfer*innen, das zeigt, was wir rechten und rassistischen Parolen entgegensetzten können.
Unser Teamer von „Aufstehen gegen Rassismus“ setzt sich gemeinsam mit den Teilnehmer*innen mit gängigen rechten und rassistischen Parolen auseinander und erarbeitet gemeinsam, wie auf diese reagiert werden kann. Gleichzeitig bietet der Workshop aber auch Raum für Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit das Gelernte in praktischen Übungen umzusetzen.
in Kooperation mit dem DGB-Stadtverband Bremerhaven
Ausbildung zum*r Stammtischkämpfer*in
Referent Hardy Kowalzik
Termin Sa. 28.03.2020 | 10.00 h bis 16.30 h
Tagungsort Gewerkschaftshaus|27576 Bremerhaven
Hinrich-Schmalfeldt-Str. 31 b| Tel.: 0471/922 31-0
Kostenbeitrag frei
Anmeldung unter 0471/922 310| über unsere Homepage| oder per Anmeldeabschnittwww.arbeitundleben-bhv.de

www.arbeitundleben-bhv.de

Omas in Bremerhaven und Umzu

 

Beeindruckende Aktivist*innen

Der Verein für Literatur und Politik Bremerhaven, kurz LituPol, hatte am 13.2.20 zu einem Abend mit drei Aktivist*innen von Fridays for Future eingeladen: „Fridays for Future und der Klimawandel“ war das Thema. Moderiert wurde der Abend von Eberhard Pfleiderer.

Zunächst beleuchtete die bremische Aktivistin Frederike Oberheim in einem Impulsreferat die Entwicklung und die Ziele der Bewegung. Die Studentin beeindruckte mit ihrem fundierten Wissen und konnte auch einzelne kritische Fragen souverän beantworten. Anschließend berichteten die Bremerhavener Schüler*innen Yette Strauss und Phil Hempel von den Aktivitäten und Plänen von Fridays For Future Bremerhaven.

Schließlich wurde unter Einbeziehung des Publikums über die Potentiale dieser neuen Bewegung und die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit diskutiert.

Die Bremerhavener Aktivist*innen berichteten von verschiedenen Plänen und Ideen für die nächste Zeit, schilderten aber gleichzeitig die Problematik des Zeit- und Personenmangels. Hier kamen die OMAS GEGEN RECHTS Bremerhaven und Umzu ins Spiel und boten bei passenden Gelegenheiten Hilfe in verschiedenster Form an – ein Angebot, über das sich die Aktivist*innen sehr freuten und das sie gerne annehmen möchten.

atu

Nach den Morden in Hanau

Am Samstag, den 22.02.2020 trafen sich die Omas um 14 Uhr vor dem Hauptbahnhof. Mit 9 Personen waren wir vor Ort. Und natürlich unser neues Banner dabei. Die Busse, die vom HbF zum Marktplatz fahren sollten, wo die Auftaktveranstaltung stattfand, waren leider so voll, dass wir in den letzten Bus nicht mehr reinkamen und 1,5 km bis zum Marktplatz laufen mussten. Das fing schon gut an. Am Marktplatz haben wir noch einen Platz hinter der Bühne bekommen, wo man die Reden sehr gut verfolgen konnte. Es war bedrückend zu hören wir die Träume so vieler junger Menschen zerstört wurden. Ein Redner sagte sehr bedeuteten:“Es waren Deutsche, sie waren alle hier in Deutschland geboren, sind in Hanau aufgewachsen, in den Kindergarten gegangen, zur Schule und wollten hier ihr Leben gestalten. Sie waren ein Teil dieser Stadt, ein Teil von uns“ Eine andere Rednerin sagte: „Sie haben hier gearbeitet, hier ihre Steuern bezahlt und niemandem etwas getan“
Bedrückend war, als die Familienangehörigen auf die Bühne kamen, die Bilder der Getöteten hochhielten und die Massen die Namen aller Getöteten wiederholten. Diese Menschen und ihre Geschichten und Gesichter waren präsent. Viele liefen mit Bildern dieser Menschen bei dem anschließenden Demonstrationszug mit.

Wir waren überwältigt von der Anteilnahme. Die Veranstalter haben 2.000 Menschen erwartet. Über 4.000 Menschen sind gekommen. Der Demonstrationszug lief die Tatorte ab. Unterwegs wurden wir immer wieder gebeten anzuhalten, weil uns die Menschen fotografieren wollten. Viele der Menschen mit Migrationshintergrund haben wohl das 1. Mal etwas von Omas gegen Rechts gehört. Sie haben sich informiert, unsere Visitenkarte mitgenommen und sich mit uns fotografieren lassen. Sie haben sich bedankt, dass wir an Ihrer Trauer teilnehmen. Uns war es wichtig ein Zeichen zusetzen. Die Demokraten in Deutschland halten zusammen! #Hanau hält zusammen