OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

Bremen: Mahnwache am 06.03.21

Am 06.03.21 haben wir Bremer OMAS GEGEN RECHTS unsere Mahnwachen, die wegen der Corona Beschränkungen längere Zeit ausgefallen sind, am Bremer Rathaus wieder aufgenommen.
Üblicherweise finden sie immer am 1. Samstag des Monats statt.

17 OMAS waren an diesem Samstag dabei, natürlich unter Einhaltung aller Hygieneauflagen. Es wurde dabei an den Internationalen Frauentag am 08.03. erinnert und es wurden aufgenommene Lieder und persönliche Statements der OMAS über Lautsprecher abgespielt.

Die Mahnwache und damit verbunden das persönliche Treffen und Wiedersehen hat allen große Freude bereitet.

In den kommenden Monaten wollen wir diese Aktionen, falls es Corona erlaubt, wieder weiterführen.

 

Bremen: Mahnwache: Gedenken an die rechtsextremistischen Morde in Hanau am 19.Februar 2021

Anlässlich des Jahrestages des rechtsextremistischen Attentats auf 9 Mitbürgerinnen am 19.Februar 2020 in Hanau haben Bremer Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele OMAS GEGEN RECHTS an einer Mahnwache teilgenommen.

Sie waren bei einer Videoinstallation auf dem Bremer Marktplatz und einer Klanginstallation vor der Bremer Glocke (Konzerthaus) dabei und nahmen am Abend an einer Gedenkfeier auf dem Bremer Marktplatz mit  ca. 700 Menschen teil.

Das „Nie wieder“ hatten wir lange Zeit auf die Verbrechen der Nazizeit bezogen. Wir müssen es jetzt auch auf solche Ereignisse wie in Hanau beziehen.

 

Auch in Achim waren OMAS GEGEN RECHTS an der Gedenkveranstaltung beteiligt.

Bremen: 27.01.2021 Stolpersteine putzen am Gedenktag für die Befreiung von Auschwitz-Birkenau

Am heutigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus haben viele von uns Bremer OMAS GEGEN RECHTS erneut Stolpersteine geputzt und geschmückt und mit dem Spruch: Nie wieder! versehen. Diemal haben wir jeweils wohnortnah einzeln oder in Tandems ausgewählte Stolpersteine besucht. Durch die geteilten Photos wurde es doch auch eine gemeinsame, verbindende Aktion.

 

Bremen: Mahnwache am 05.12.2020 vor der Glocke

Die OMAS GEGEN RECHTS veranstalteten am 05.12.2020 eine Mahnwache vor der Glocke in der Bremer Innenstadt

Anlässlich der vom Verwaltungsgericht und Oberverwaltungsgericht Bremen und zuletzt am gleichen Tag auch vom Bundesverfassungsgericht verboten Coronaleugner-Demo, bezogen sich die OMAS GEGEN RECHTS bei ihrer monatlichen Mahnwache, die immer am ersten Samstag im Monat um 13 Uhr stattfindet, auf ihre Kritik und Ablehnung von Veranstaltungen dieser sogenannten „Querdenker“, da diese von den Rechten unterwandert und instrumentalisiert werden. Und es war auch gut so, denn die Querulanten waren trotz Verbotes massenweise in der Stadt eingetroffen. 

In Wortbeiträgen, die entweder vorher aufgenommen oder direkt gesprochen wurden, stellten sich einige der anwesenden 26 OMAS GEGEN RECHTS vor und erklärten ihre Motivation, sich in dieser Gruppe zu engagieren.

Auf Schildern und Transparenten kam die Meinung der Gruppe recht deutlich zur Geltung.

 

Alles selbstverständlich mit Abstand und Masken.

 

Bremen: Mahnwache am 18.11.2020 Deportation der Bremer Juden nach Minsk 1941

Anlässlich des Jahrestages der Deportation der 570 Bremer Jüdinnen und Juden am 18. November 1941 nach Minsk haben wir eine Mahnwache unter dem Motto:  „NIE WIEDER!“ an der Gedenktafel am Bremer Hauptbahnhof abgehalten. Von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr standen jeweils zwei Omas mit einem entsprechenden Banner in viertelstündigem Wechsel vor der Gedenktafel.

In Achim, von wo aus ebenfalls Juden und Jüdinnen deportiert wurden, legten Achimer OMAS Blumen um die geputzten Stolpersteine und versahen sie mit der Mahnung: „NIE WIEDER!“.

Bremen: Gegendemo Querdenker am 07.11.2020

Am 7.11.20 haben sich mehrere OMAS GEGEN RECHTS am Gegenprotest zur „Querdenker“ Kundgebung, die von 14:00 bis 17:00 Uhr auf einem abgesperrten Bereich am Bremer Osterdeich stattfand, beteiligt. Den ca. 100 „Querdenkern“ standen bis zu 200 Gegendemonstranten gegenüber.

Kurzer Exkurs zu den Anhängern der „Querdenker“: Bei ihnen finden sich Menschen jeden Alters und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Gemeinsam ist ihnen, dass, sie offen für rechtslastige Verschwörungsideologien sind, ein geschlossenes Weltbild haben, das einfache Antworten auf komplexe Probleme und eindeutige Schuldzuschreibung bietet, wodurch der empfundene Kontrollverlust über ihre Lebenssituation erklärbar wird.

Nach Aufforderung der Polizei an den Gegenprotest, einen Versammlungsleiter zu benennen, hat Olaf Zimmer (Die Linke) vor Ort eine Spontandemonstration angemeldet.

Die Kundgebung der „Querdenker“ startete mit dem Song „Bitte impft sie nicht“ von der antisemitischen, AfD nahen Band „Die Bandbreite“. Ihr Sänger Wojna fungierte als Alleinunterhalter, Redner und Moderator bei der Bremer Kundgebung.

Was die Inhalte der Reden betrifft, möchte ich nur einige wenige Beispiele an NS Relativierung und Bagatellisierung nennen: Impfungen wurden mit Experimenten von Mengele verglichen und die Kontrolle von Haushalten, bzw. die Unverletzlichkeit der Wohnung, mit der Judenverfolgung, konkret mit der Situation von Anne Frank.

Gleichzeitig sehen sie sich als die wahren Antifaschisten, Kämpfer für Freiheit, gegen Diktatur und Großkapital: Unser Mittelstand werde ruiniert, das Großkapital, Pharmaindustrie, globale Finanzelite und Großkonzerne profitierten (alle wissen wer gemeint ist).

Vor allem in den Reden einer Hebamme und einer Heilpraktikerin wurde der Kampf für „unsere Kinder“ hervorgehoben, als es z.B. gegen das Impfen mit seinen schrecklichen Nebenwirkungen wie z.B. Autismus ging.

Ein Redner (wenn ich mich nicht täusche war es Wojna) forderte die Polizist*innen auf, ihre Masken abzusetzen und Menschen ohne Maske nicht zu kontrollieren.

Aus der Versammlung der „Querdenker“ wurde außerdem versucht, Passanten zu erreichen und anzusprechen. Auch OGR wurden angesprochen und auf den Hinweis, doch bitte Abstand zu halten und Mund-Nasenschutz zu tragen, als Nazis bezeichnet.

Die Reden der „Querdenker“ und die Musik wurden durch viel Lärm mit Töpfen/Kochlöffeln, Hupen und Sirenen übertönt. Der Gegenprotest stand außerdem mit Transparenten an der Absperrung zu den „Querdenkern“. Als diese versuchten, näher an die Kundgebung heranzukommen, wurden sie von der gegenüberstehenden Polizeikette mit Geschubse zurückgedrängt. Um 16:00 Uhr erklärte der Versammlungsleiter des Gegenprotestes die Versammlung für beendet, die daher laut Polizeidurchsage aufgelöst werden sollte. Daraufhin verließen die ersten den Platz. Für die übrigen wurde eine neue Versammlung angemeldet.

Bisher konnten sich die „Querdenker“ in Bremen meistens ohne großen Gegenprotest versammeln, daher sehe ich in diesem sichtbaren und lauten Gegenprotest vom Samstag in Zeiten von Corona schon einen Erfolg.

Für den 5.12.20 ist übrigens die nächste „Großdemonstration“ der „Querdenker“ in Bremen angekündigt, für die auch in Leipzig groß mobilisiert wurde.