OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

Bremen: Mahnwache am 18.11.2020 Deportation der Bremer Juden nach Minsk 1941

Anlässlich des Jahrestages der Deportation der 570 Bremer Jüdinnen und Juden am 18. November 1941 nach Minsk haben wir eine Mahnwache unter dem Motto:  „NIE WIEDER!“ an der Gedenktafel am Bremer Hauptbahnhof abgehalten. Von 12.00 Uhr bis 15.00 Uhr standen jeweils zwei Omas mit einem entsprechenden Banner in viertelstündigem Wechsel vor der Gedenktafel.

In Achim, von wo aus ebenfalls Juden und Jüdinnen deportiert wurden, legten Achimer OMAS Blumen um die geputzten Stolpersteine und versahen sie mit der Mahnung: „NIE WIEDER!“.

Bremen: Gegendemo Querdenker am 07.11.2020

Am 7.11.20 haben sich mehrere OMAS GEGEN RECHTS am Gegenprotest zur „Querdenker“ Kundgebung, die von 14:00 bis 17:00 Uhr auf einem abgesperrten Bereich am Bremer Osterdeich stattfand, beteiligt. Den ca. 100 „Querdenkern“ standen bis zu 200 Gegendemonstranten gegenüber.

Kurzer Exkurs zu den Anhängern der „Querdenker“: Bei ihnen finden sich Menschen jeden Alters und aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Gemeinsam ist ihnen, dass, sie offen für rechtslastige Verschwörungsideologien sind, ein geschlossenes Weltbild haben, das einfache Antworten auf komplexe Probleme und eindeutige Schuldzuschreibung bietet, wodurch der empfundene Kontrollverlust über ihre Lebenssituation erklärbar wird.

Nach Aufforderung der Polizei an den Gegenprotest, einen Versammlungsleiter zu benennen, hat Olaf Zimmer (Die Linke) vor Ort eine Spontandemonstration angemeldet.

Die Kundgebung der „Querdenker“ startete mit dem Song „Bitte impft sie nicht“ von der antisemitischen, AfD nahen Band „Die Bandbreite“. Ihr Sänger Wojna fungierte als Alleinunterhalter, Redner und Moderator bei der Bremer Kundgebung.

Was die Inhalte der Reden betrifft, möchte ich nur einige wenige Beispiele an NS Relativierung und Bagatellisierung nennen: Impfungen wurden mit Experimenten von Mengele verglichen und die Kontrolle von Haushalten, bzw. die Unverletzlichkeit der Wohnung, mit der Judenverfolgung, konkret mit der Situation von Anne Frank.

Gleichzeitig sehen sie sich als die wahren Antifaschisten, Kämpfer für Freiheit, gegen Diktatur und Großkapital: Unser Mittelstand werde ruiniert, das Großkapital, Pharmaindustrie, globale Finanzelite und Großkonzerne profitierten (alle wissen wer gemeint ist).

Vor allem in den Reden einer Hebamme und einer Heilpraktikerin wurde der Kampf für „unsere Kinder“ hervorgehoben, als es z.B. gegen das Impfen mit seinen schrecklichen Nebenwirkungen wie z.B. Autismus ging.

Ein Redner (wenn ich mich nicht täusche war es Wojna) forderte die Polizist*innen auf, ihre Masken abzusetzen und Menschen ohne Maske nicht zu kontrollieren.

Aus der Versammlung der „Querdenker“ wurde außerdem versucht, Passanten zu erreichen und anzusprechen. Auch OGR wurden angesprochen und auf den Hinweis, doch bitte Abstand zu halten und Mund-Nasenschutz zu tragen, als Nazis bezeichnet.

Die Reden der „Querdenker“ und die Musik wurden durch viel Lärm mit Töpfen/Kochlöffeln, Hupen und Sirenen übertönt. Der Gegenprotest stand außerdem mit Transparenten an der Absperrung zu den „Querdenkern“. Als diese versuchten, näher an die Kundgebung heranzukommen, wurden sie von der gegenüberstehenden Polizeikette mit Geschubse zurückgedrängt. Um 16:00 Uhr erklärte der Versammlungsleiter des Gegenprotestes die Versammlung für beendet, die daher laut Polizeidurchsage aufgelöst werden sollte. Daraufhin verließen die ersten den Platz. Für die übrigen wurde eine neue Versammlung angemeldet.

Bisher konnten sich die „Querdenker“ in Bremen meistens ohne großen Gegenprotest versammeln, daher sehe ich in diesem sichtbaren und lauten Gegenprotest vom Samstag in Zeiten von Corona schon einen Erfolg.

Für den 5.12.20 ist übrigens die nächste „Großdemonstration“ der „Querdenker“ in Bremen angekündigt, für die auch in Leipzig groß mobilisiert wurde.

Bremen: OMAS GEGEN RECHTS in Bremerhaven bei der Anti Nazi Demo am 17.10.20

Rund 700 Menschen, darunter etwa 20 OMAS GEGEN RECHTS aus Bremerhaven und Bremen, haben am Samstag, den 17. Oktober 2020 in Bremerhaven an der vom Aktionsbündnis „Bremerhaven bleibt bunt“ initiierten friedlichen Demonstration gegen eine Kundgebung der NPD teilgenommen. 

 

An der NPD-Demonstration selbst nahmen etwa 20 bis 40 Menschen teil. Sie sprachen sich gegen das generelle Verbot im Land Bremen, die Reichsflagge öffentlich zu zeigen, aus. Am Abend zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht entschieden, dass bei der Veranstaltung in Bremerhaven doch die Flaggen gezeigt werden dürfen. Entsprechende Flaggen wurden bei der Kundgebung dann auch gezeigt.

 

Bremen: Stolpersteinverlegung am 13.10.2020

Am 13.10.2020 um 15.10 Uhr wurden vor dem Haus in der Rossbachstr. 33 in der Bremer Neustadtvier Stolpersteine verlegt.

Für einen dieser Stolpersteine, den Stein zur Erinnerung an Lisa ter Berg, haben die OMAS GEGEN RECHTS Bremen die Patenschaft übernommen.

Oskar und Selma Herzberg und ihre Tochter Lisa ter Berg mit ihrem Mann Erwin ter Berg lebten in dem Haus in der Rossbachstr.33 bis sie am 17.11. 1941 das Haus mit wenig Gepäck verlassen mussten und am 18.11. 1941 ins Ghetto Minsk deportiert wurden.

Aufgrund verschärfter Corona- Hygiene-Bestimmungen fand die Verlegung   diesmal in einem sehr kleinen überschaubaren Rahmen statt.

Neben Mitgliedern des Initiativkreises, einigen Anliegern und Passanten nahmen an der Verlegung stellvertretend für alle OMAS GEGEN RECHTS Bremen, die gerne dabei gewesen, nur zwei daran teil.

Nach einer kurzen Ansprache eines Vertreters des Initiativkreises wurden die Kurzbiographien, die vom Initiativkreis recherchiert wurden, verlesen und danach in einer stillen Gedenkminute an den Steinen Rosen abgelegt.

Für diese Steine wurde im Namen der OMAS GEGEN RECHTS Bremen die Putzpatenschaft übernommen. Gerade in der gegenwärtigen politischen Situation ist es für uns  OMAS GEGEN RECHTS wichtig, die Verbrechen der Nazis und die Opfer im Gedächtnis zu behalten.

Bremen: Mahnwache am 03.10.2020

Mehr als 25 OMAS GEGEN RECHTS Bremen fanden sich am 3.10.2020, dem Tag der Deutschen Einheit,  erneut am Rathaus

mit Schildern, Bannern, Masken und Abstand zu einer Mahnwache /Abstands-Demo ein.

 

Einige OMAS hatten ihre Schilder für diesen Tag ein wenig umgearbeitet.

 

Aus unserer Musikanlage erklangen unsere OMA-Lieder sowie der Song: „Sag mir, wo die Blumen sind“.

Elisabeth gab ein persönliches Statement zum Tag der Deutschen Einheit ab.

Nach unserer Mahnwache am Rathaus schwärmten die Stolpersteinputz-Tandems zu den Stolpersteinen aus. Hier zur Ansicht mal ein paar „Putzergebnisse“:

 

5. Nordtreffen der Orga-Teams OMAS GEGEN RECHTS am 26.09.2020

Die Nord-OMAS hatten ihr 5. Treffen am Samstag, den 26.9.20 von 11.00-17.00h in einer Hamburger Aula. Es war das 1. analoge Treffen seit der Corona-Krise. Und 14 Regionalgruppen waren dabei!

Danke an Dörte aus Hamburg, die dafür alle technischen Corona bedingten Vorgaben wunderbar schaffte! Eine gute Tagung mit vielen wichtigen Diskussionen und Abstimmungen. Am Wichtigsten aber war das endlich wieder mögliche analoge Treffen, das Wiedersehen mit schon bekannten OMAS, das Kennenlernen neuer OMAS, die Anregungen aus den verschiedenen Gruppen.

Dörte (Hamburg), Maja (Hamburg-Süd) und Gerda (Bremen) konnten sehr unkompliziert das Ganze moderieren, danke an Maja für ihre Leinwandprojektionen!