Kategorie: Allgemein
Bremen: Mahnwache mit Chorflashmob im Rahmen der Europawoche am 07.05.22
Europa, ein Kontinent mit 47 Ländern und mit 750 Millionen Einwohnern.
Deutschland, europäisches Land mit 83 Millionen Einwohnern.
Bremen, deutsche Stadt mit 680000 Einwohnern, ungefähr 180 davon gehören zu den „Omas gegen Rechts“.
Die nutzten den ersten Samstag im Mai für eine besondere Aktion, einen „Flashmob“ für Demokratie und Frieden in Europa.
Um 13 Uhr trat ein Trompetenspieler auf den Marktplatz, um die Europahymne zu spielen, dazu gesellte sich ein vielstimmiger Chor und natürlich viele aktive „Omas gegen Rechts“.
Neben der klassischen Europahymne erklang ein weiterer Liedtext der Omas Gegen Rechts sowie von Pulse of Europe nach der gleichen Melodie. Mit Akkordeonbegleitung wurden die Texte immer wieder gesungen, um die Umstehenden miteinzubeziehen.
Der Marktplatz war an diesem Samstagmittag sehr belebt und die Aufmerksamkeit der Passanten war uns sicher, aber leider haben sich nur wenige dazu verleiten lassen, einzustimmen.
In einer kurzen Ansprache machten wir „Omas gegen Rechts“ unsere Position zum Krieg Russlands gegen die Ukraine deutlich und bekamen dafür viel Zuspruch.
Der Krieg stand im Mittelpunkt der Diskussionen, die wir nach dem Flashmob mit Passanten führten, viele Menschen zeigten sich besorgt und betroffen angesichts des Leides im Osten Europas. Umso mehr gilt es, sich für Demokratie, Frieden und den Zusammenhalt in Europa einzusetzen.
Zum Ende unserer Aktion im Rahmen der Bremer Europawoche sangen wir unser bewährtes Oma Lied, sammelten Plakate, Flyer und Plaketten zusammen, und machten uns auf den Weg zum obligatorischen Abschlusskaffee. Den gab es diesmal im Bibelgarten Café der Glocke, ein guter Ort, um eine Aktion gegen Krieg und für Frieden abzuschließen.
Dresden: Mahnwache für Frieden und gegen Krieg und Gewalt überall
Wie schon im vergangenen Jahr fanden sich Mitglieder der Dresdner Gruppe „Omas gegen Rechts“ am Sonntag, den 08.05.2022 – zum „Tag der Befreiung“ – zu einer Mahnwache an den Stolpersteinen der Synagoge in Dresden ein.
Einer schönen Tradition folgend, begann die Mahnwache an diesem geschichtsträchtigen Ort mit dem Putzen der Stolpersteine durch den OB-Kandidaten der SPD, Albrecht Pallas, der für diese 4 Steine die Patenschaft übernommen hat.
Von 10 – 17 Uhr haben wir Omas mit unseren Transparenten auf diesen Ort hingewiesen und sind mit Passant*innen ins Gespräch gekommen.
Bis auf sehr wenige Ausnahmen erfuhren wir im wesentlichen große Zustimmung und erzeugten zugewandte und freundliche Gesichter.
Die Menschen, die sich auf etwas längere Gespräche einließen, kamen sehr schnell auf den aktuellen Krieg zu sprechen – und wenn auch niemand eine Lösung für die Beendigung dieses schlimmen Umstands im Gepäck hatte, so tat das An- und Aussprechen der Komplexität allen gut.
Selbst sehr unterschiedliche Ansichten konnten sachlich und aufeinander eingehend besprochen werden.
Dass solche Mahnwachen sehr wichtig und gut sind, zeigte uns der letzte Kontakt. Ein etwa 12jähriger Junge bat darum, unseren Flyer mitnehmen zu dürfen. Er würde diese Initiative gern seiner Klasse vorstellen, weil er glaubt, dass das sehr wichtig ist.
Das war fast noch schöner, als die Bitten von vielen Jugendlichen, mit uns ein Foto machen zu dürfen, weil sie „uns so cool fänden“.
Ganz sicher werden wir so etwas an unterschiedlichen Orten wiederholen!
Und wenn die Jugend unsere Arbeit „cool“ findet, dann trägt sie den Gedanken, sich nicht zu verkriechen sondern öffentlich „Flagge zu zeigen“ mit Sicherheit weiter.
Der 8. Mai muss ein Feiertag werden!
Prolog
Ein Ungeheuer, das wir alle wenn nicht tot, so doch weit weg glaubten, hat seinen Kopf gehoben und fixiert uns mit glühenden Augen. Der Krieg ist zurück, er drängt sich in unser Bewusstsein, in unsere Gespräche, in unsere Träume. Er macht uns Angst, er zeigt uns, wie zerbrechlich all unsere Gewissheiten sind. Die meisten von uns OMAS GEGEN RECHTS sind zu jung, um den letzten großen Krieg in Europa bewusst erlebt zu haben. Aber die Folgen des Krieges, die Zerstörungen, die er hinterlassen hat, die haben wir ganz unmittelbar erlebt: Das waren nicht nur die Reste von Ruinen oder Schuttberge. Es waren die Zerstörungen in den Seelen der Erwachsenen. Der Vater, der oft Albträume hatte, aber nie über seine Erlebnisse als Soldat gesprochen hat, die Mutter, die bei jedem lauten Geräusch anfing zu zittern. Das Bild eines jungen Mannes auf der Kommode – der Onkel, den wir nicht kennenlernen konnte. Die Nachbarin, die in einsames Leben als alte Jungfer lebte, weil ihr Verlobter nicht aus dem Krieg zurück kam. Die Menschen, die ihre Liebsten im Holocaust verloren hatten und fassungslos zuschauten, wie schnell alles in Deutschland vergessen werden sollte. Das hat uns geprägt, und heute wissen wir, was dieser Krieg,den Russland der Ukraine aufgezwungen hat, bedeutet. All die Diskussionen über Panzer, über Kaliber und Reichweiten von Raketen können uns nicht darüber hinweg täuschen, dass all die Verwüstungen, die der 2. Weltkrieg hinterlassen hat, auch genau die sein werden, die dieser Krieg hinterlässt.
Viele von uns haben sich die Mühe gemacht, ihre Gedanken zum Krieg aufzuschreiben und für eine Tonspur aufzunehmen. Viele von uns werden sich in diesen Texten wiederfinden.
Der 8. Mai ist ein besonderes Datum: 1945 kapitulierte das faschistische Deutschland vor der alliierten Übermacht. Der Krieg hatte Millionen von Leben gekostet, hat Länder, Städte, Leben zerstört. Ein Datum, daran zu erinnern, was Krieg wirklich bedeutet.
Bremen: Kundgebung und Demo am 1. Mai: Die Omas Gegen Rechts waren dabei
Um 10.45 Uhr trafen sich einige OMAS gegen RECHTS am Bürgerhaus Weserterrassen und reihten sich bei der Demo ein, die der DGB organisiert hatte. Später kamen am Grasmarkt noch weitere dazu.
Besonders beeindruckend und berührend war die Ansprache des Gewerkschafters Sergii Ivansyi aus Butscha, der die internationale Solidarität beschwor.
Für Frieden
Bremen: Mahnwache am 02.04.22
Mahnwache am 2. 04.2022: Stoppt den Krieg in der Ukraine
Bei der monatlichen OgR-Mahnwache am Sonnabend, d. 2.04.2022, diesmal vor Kapitel 8, Domsheide, haben sich einige OMAS aus Bremen und UMZU nochmal wieder mit Abstandsbändern und Masken in einer Kette aufgestellt, während andere mit Sammelbüchsen unterwegs waren und an Spender*innen selbstgebastelte Lesezeichen oder Friedensanhänger ausgaben.
Auch diesmal wurden in dieser einen Stunde eine beindruckende Summe von fast 400 Euro für Menschen in der Ukraine ersammelt, die nach der Mahnwache gleich an Ärzte ohne Grenzen überwiesen wurde.
Verden: Friedenskundgebung am 19.03.22
Friedenskundgebung in Verden
Das Bündnis „VERbündet gegen Rechts“ und das NetzWerk Unantastbar, zu dem auch die OMASGEGEN RECHTS aus Verden und ACHIM gehören, zeigten mit der Kundgebung ihre Solidarität mit der Ukraine und den Geflüchteten. Mit der Positionierung am Rathaus sollte deutlich werden,dass es auch um den Schutz der Demokratie geht.
Dazu passte das Banner: AUFSTEHEN FÜR DEMOKRATIE, mit dem sich Bremer OMAS GEGENRECHTS hier mit aufgestellt hatten, hervorragend.
Während der Reden blieben immer mehr Menschen auf dem Rathausvorplatz stehen, weil sie sich auch solidarisieren wollten und von den Redner*innen im Vorübergehen erreicht wurden.
Bremen: NACHRUF
Die Regionalgruppe Bremen der OMASGEGENRECHTS bedauert den Tod von
Claudia Bethlehem
Sie war eine OMA GEGEN RECHTS in Bremen.
Immer engagiert, konsequent und zuverlässig unterstützte sie unseren Kampf für den
Erhalt unserer Demokratie, für Vielfalt und Frieden.
Regelmäßig nahm sie an unseren monatlichen Mahnwachen teil.
Auch durch die Pflege der Stolpersteine zeigte sie ihre Haltung gegenüber
einem erneuten Aufkeimen von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus.
Das zu verhindern war ihr stets wichtig.
Diejenigen, die sie gekannt haben, vermissen sie sehr und sind sehr traurig.
Kundgebung am 5. März 2022: Reutlinger Omas gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechts Rechts
Am 5.März 2022 fand in Reutlingen eine Kundgebung gegen den von der AfD bundesweit geplanten Tag gegen die Impfpflicht statt. Das Tübinger-Reutlinger Offene Treffen gegen Faschismus und Rassismus hatte die Kundgebung organisiert und wir waren gemeinsam mit den Stuttgarter Omas dabei.
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