OMAS GEGEN RECHTS DEUTSCHLAND-BÜNDNIS

STEHTS AUF

STEHTS AUF*
SOLOzuVIERT feat.
Konstantin Wecker;Schiffkowitz und Ulli Bäer

Für das Video bedanken wir uns ganz herzlich bei den
OMAS gegen RECHTS, für die Unterstützung.

 

Nie wieder !

 

Nie wieder!!

Die Liebe, der Anstand, fast alles ging verloren,
das Böse im Menschen, entdeckt und auserkoren.
Warum ließ die Menschheit sich so sehr verblenden?
Denn schon bald konnte keiner mehr das Blatt wenden.

„Nie wieder!“ Das Leid hat so tief genagt
„Nie wieder!“ Haben doch alle gesagt.

Heute sieht man, daß lodernde Feuer entfacht,
es geht ums Geld, es geht um Krieg und Macht.
Die Lüge scheint zur Wahrheit mit ihrer List,
und es gibt sie wieder, die glauben diesen Mist.

Die Zeitzeugen sterben, es gibt sie bald nicht mehr,
doch wir „Omas“ sorgen für ihre Wiederkehr.
Auf den Straßen hört man unsere Lieder:
„Nie wieder! Nie wieder!…“

Mit Genehmigung unserer Bad Segeberger OMA

Irene
Pakulla.amateur.kunzst

Advent – Eine Möglichkeit, uns bekannt zu machen

Adventsmarkt in Friedberg
Buttonsverkauf auf dem Adventsmarkt
…und natürlich auch Plätzchen

…auf dem Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche in Friedberg. Gemeinnützige Verbände, caritative  Vereine usw. haben dort Stände aufgebaut und weihnachtlich geschmückt – und mitten drin die Omas. Am frühen Nachmittag sind die selbstgemachten Plätzchen, jeweils mit einem Anhänger mit dem Artikel 3GG versehen, verkauft. So mancher bleibt vor dem Stand stehen, nachdenklich, zustimmend. 5 Omas und 2 Opas haben, im Wechsel, den ganzen Tag am Stand Plätzchen angeboten. Der gute Geist des Auftritts der Omas auf dem Weihnachtsmarkt ist Uschi. Sie organisiert alles und ist fast den gesamten Tag vor Ort. Ein Erfolg für die Omas, denn über dieses „Medium“ konnten wir uns in der Region bekannter machen und weitere Mitstreiterinnen gewinnen.

Klimastreik in OS

 

Osnabrücker Omas gegen rechts – offizielle Unterstützer*innen des Klimastreiks am 29.11.2019

                

An unserem Infostand gaben etwa 15 Omas drei Stunden lang Auskunft über ihre Ziele und Aktionen. Sie beantworteten geduldig die vielen Fragen der jungen Schüler*innen. Und auch der anschließende Demozug mit fast 5000 Menschen war, wie auch in Bremen, ziemlich verregnet. Trotzdem war die Stimmung gut, denn das FfF- Orga-Team hatte für unsagbar viele Menschen mit Megafonen gesorgt, die uns mit ihren Liedern und Sprüchen animierten. Unsere kurze Rede bei der Abschlusskundgebung hörte nur noch eine vergleichsweise kleine Gruppe, denn viele saßen noch auf einer Kreuzung am Wall.

Ein RAP mit den OMAS

Sülfeld ist ein kleines Dorf in Schleswig-Holstein, nah Bad Segeberg.

Bislang ging es ruhig und beschaulich in dem Dorf mit der wunderschönen Dorfkirche zu.

Als jedoch der Rechtsextreme Bernd T. aus der Haft in Kassel entlassen wurde, änderte sich das.

Er scharte ein kleines  Grüppchen um sich und es war zu lesen, dass man versuchen würde, für *AyranCircle* .

Mitte Oktober waren Aufkleber mit der Aufschrift Ayran Circle im Dorf verteilt worden. Als zwei Personen versuchten, die Aufkleber zu entfernen, wurde ein Mann aus der Neonaziszene übergriffig. Nach einem Gottesdienst und einem anschliessenden Protestmarsch durch das Dorf waren Reifen zerstochen worden.

„Die Vorfälle haben uns alle schockiert“, sagte der Sülfelder Pastor Steffen Paar, der ebenfalls einen solchen Aufkleber an seinem Pastorat gefunden hatte. „Die Rechten werben ganz gezielt für ihren ,Arischen Zirkel‘. Treten wir gemeinsam dafür ein, dass Sülfeld weiter offen und tolerant bleibt“, sagte er und die Dorfbewohner stimmten applaudierend zu.

Ein junger Mann ergriff Initiative, schrieb und vertonte mit Unterstützung des Dorfpastors einen Rap für Sülfeld.

Nach einem  Aufruf zur Mitgestaltung kamen jedoch keine Dorfbewohner. Zu groß war die Verunsicherung mittlerweile geworden.

Ein  Aufruf in der Zeitung jedoch, ermunterte   Leute aus den Nachbargemeinden, diese mutige Aktion zu unterstützen. Auch die Omas gegen Rechts erfuhren davon und sagten ihre Unterstützung zu.

Während der  Filmaufnahmen blieb so mancher Dorfbewohner staunend stehen und dachte wohl doch im Stillen, dass er gerne dabei gewesen wäre.

Ja, es gehört schon etwas Mut dazu, zu sagen „so nicht – nicht mit uns – nicht in unserem Dorf“.

Der Rapper BALDIKIN hat es gesagt, dafür gearbeitet und es umgesetzt!

So geht das mit dem Widerstand! Denn #wirsindmehr.

Danke BALDIKIN !

Nachbericht zum 30.11.2019

Ursula und ich starteten um 04.00h mit dem Bus der ver.di Jugend vom Bremer Hauptbahnhof und erreichten Braunschweig ca. 06.00h. Um 06.30h haben wir uns mit der Jugend der Linken und den Falken aus Bremerhaven und Bremen getroffen. Um 07.00h hatten wir uns zur Blockade an der Theodor-Heuss-Straße aufgestellt, es war wohl 0 Grad. Der gesamte Verlauf war friedlich und gut organisiert. Es war sofort erkennbar, dass die Jugendlichen Demo erfahren waren.

Gegen 08.00h war das erste ARD Fernsehteam da und begrüßte Ursula und mich, ob sie uns interviewen dürften. Und legten auch gleich los: „Was machen Sie hier?“ und „Erwarten Sie hier in Kürze schwere Auseinandersetzungen?“ Zum Glück waren die Sprechchöre der Jugendlichen so laut, dass wir eigentlich nicht zu verstehen waren. Mit solchen Fragen hatten wir nicht gerechnet!

Das ARD Fernsehteam ‚holte‘ die AfD Abgeordneten ‚ab‘ und übergaben sie den vermummten Polizisten.

Eine sehr skurrile Szene und erinnerte irgendwie an Agentenfilme.

Ca. eine halbe Stunde später erreichte uns unter gegenseitigem Jubel und Beifall die große Gruppe der IGM und diverser Verbände.

Ursula und ich folgten ihnen.

Eine Begegnung und ein Gespräch zwischendurch.

Wir stellten uns in der Nähe des Lautsprecherwagens gegenüber der VW-Halle, eine richtige Bühne war von Behördenseite verboten worden, auf. Es gab sehr gute Moderation, Redebeiträge und gute Musik durch die Live Acts – nicht zu laut, dafür klar deutlich zu verstehen. Auch Unterhaltungen mit anderen TeilnehmerInnen war gut möglich.

Gegen 09.00h kamen eine OMA aus Saarbrücken, eine OMA aus Berlin und eine OMA aus Hannover zu uns.

Während wir auf den Start der Demo warteten, kam ein AfD Delegierter und meinte uns fotografieren/filmen zu müssen und rief laut: „Das wird alles dokumentiert!“ Sofort liefen viele Demo TeilnehmerInnen an die Absperrung, zückten ihrerseits die Handys und fotografierten/filmten ihn mit den Worten: „Genau! Das wird jetzt alles dokumentiert!“. Die 3 Polizisten verhielten sich ruhig und machten keine Anstalten einzugreifen.

Nachdem Ursula und ich gut 5 Stunden gestanden und gewartet haben gings endlich los. Dann war auch der letzte Blockadeblock zu uns gestoßen. Zwar langsam, aber wir mussten nicht mehr stehen.

Als der Demozug in Bewegung war, stießen wir auf andere OMAS: aus Bielefeld, Göttingen, Berlin und etliche Lüneburger OMAS. Wir liefen alle gemeinsam eine ordentliche Wegstrecke als Gruppe.

Bei einem Café am Straßenrand war für Ursula und mich Schluss. 5 Stunden stehen, teilweise bei 0 Grad bis die Sonne rauskam, forderten ihren Tribut – großen Tee bzw. großen Kaffee und Kuchen im Warmen.

Nach einem Anruf der ver.di Gruppe machten wir uns auf den Weg zurück zum Bus. Im Bus erfuhren wir, dass die Blockaden zwar nicht den AfD Bundesparteitag verhindern konnten, aber eine Verschiebung der Tagesordnung um ca. 3 Stunden bewirkte

Das Ziel, der Parkplatz mit unserem Bus, schon fast vor Augen, kam ein Fahrradfahrer auf uns zu, bremste und stellte sich uns fast komplett in den Weg. Er lachte uns an und sagte: „Es gibt Euch OMAS ja wirklich. Wir kennen Euch nur aus den Medien. Aber dass Ihr hier ward —  Ihr ward das Highlight der gesamten Demo!“ Wir unterhielten uns kurz und erfuhren dabei, dass seine Mutter von den OMAS begeistert ist und es leider in Braunschweig noch keine OMA Gruppe gäbe. Somit wechselte auch ein Flyer von unserer Tasche in seine Tasche mit dem Hinweis, dass wir seiner Mutter und anderen Interessierten helfend zur Seite stehen. Der junge Mann fuhr kurz danach freudig nach Hause.

Fast auf dem Parkplatz angekommen, wurden wir von einem Autofahrer aggressiv angesprochen. Jetzt könnten wir demonstrieren, könnten uns zeigen und müssten uns nicht in einer Demo verstecken. Es war ein AfD Abgeordneter. Er wollte uns noch fotografieren, fand aber seinen Fotoapparat nicht. Ich rief im zu: „Tja, dumm gelaufen!“. Wir drehten uns um und gingen, hörten ihn dabei uns etliches nachrufen, wobei das Wort ‚Nazi‘ mehrfach in einem Satz vorkam.

Fazit: 

  • Es ist sooo wichtig sich als OMA zu zeigen, auch und vielleicht vor allem in Regionen in denen es offensichtlich noch keine OMA Gruppe gibt.
  • Diese Demo hat gezeigt, dass Interessierte an zukünftigen Demos ihre mobil Rufnummern austauschen sollten, damit schon frühzeitig ein OMA Block gebildet werden kann.
  • Diese Demo mit Blockade aller Zufahrten für die AfD Abgeordneten hatte die Delegierten wohl doch nicht kalt gelassen, mussten sie doch mit Sack und Pack gut 2km laufen und sich dabei auch noch unseren Unmut anhören

OMAS bei der Demo gegen die AfD

9 Lüneburger Omas fuhren am 30.11. zu der Demo gegen die AfD, die hier in der  Volkswagenhalle Braunschweig (Volkswagen soll sich schämen, da hilft auch das Verhüllen des Namens nichts: abkassieren und dann so tun als hätte man nichts damit zu tun!) ihren Bundesparteitag abhielt.

Schon ab 7 Uhr fanden Veranstaltungen vor der Halle statt. Wir kamen um 11 Uhr und reihten uns bei den anderen 20 000 Menschen ein. 160 Organisationen hatte dazu aufgerufen. Die Demo war bunt, wir trafen Omas aus Berlin, Bremen, München (!!), wurden oft angesprochen und bekamen oft Beifall.

Viele junge Leute, überhaupt alle Generationen: das macht Mut und gib t Zuversicht. Wir müssen uns immer wieder sagen: wir sind mehr! Daran wird auch das Geschrei der AfD, das martialische Auftreten ihrer jungen Männer und der Germanentümelden nichts ändern.

Klimastreik mit den Bremer OMAS

Ca 7000 Menschen (laut Veranstalter viel viel mehr) versammelten sich um 10.00h auf der Bürgerweide in Bremen – darunter 15 OMAS GEGEN RECHTS.Eine Stunde verbrachten wir auf der Bürgerweide (mit Singen, Schnacken und Interviews), bis der Marsch sich in Bewegung setzte. Wie erwartet, wurden wir unterwegs ganz schön nass – aber OMAS kennen das ja schon

Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!

Esther Bejanaro
Esther Bejarano – Foto: Sven Teschke

„Esther Bejarano kritisiert Gemeinnützigkeits-Entzug von Verein“, so titelt die JÜDISCHE ALLGEMEINE. Esther Bejarano ist Holocaust-Überlebende des KZ-Birkenau und inzwischen 94 Jahre alt. Seit Sommer diesen Jahres ist sie Ehren-OMA der OMAS GEGEN RECHTS. Ein Video auf Facebook zeigt sie mit Hamburger und Bremer OMAS, das OMA-Lied singend.

Jetzt schrieb Esther einen offenen Brief an den Justizminister, in dem sie ihn aufforderte, den Entzug der Gemeinnützigkeit für die »Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten« (VVN-BdA) zurückzunehmen. Die Ehrenvorsitzende des Vereins (VVN-BdA) ließ in ihrem Brief an Robert Scholz (SPD) keinen Zweifel daran, wie sie die Lage einschätzt:
„Nie habe ich mir vorstellen können, dass die Gemeinnützigkeit unserer Arbeit angezweifelt oder uns abgesprochen werden könnte! Dass ich das heute erleben muss! Haben diejenigen schon gewonnen, die die Geschichte unseres Landes verfälschen wollen, die sie umschreiben und überschreiben wollen?“ und „Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!“.
Wir bedanken uns bei unserer Ehren-OMA Esther Bejarano für ihren unermüdlichen Kampf für die Demokratie.
Dokumentiert :
Hamburg, 22.06. 2019
Liebe Esther,
wir OMAS GEGEN RECHTS haben großen Respekt vor deinem unermüdlichen und mutigen Kampf gegen Faschismus und Ausgrenzung, den du in zahlreichen Organisationen und auch musikalisch führst.
Nicht nur wir OMAS bewundern deine Leistungen und finden in dir ein großes Vorbild, sondern auch die jungen Leute, denen du so unermüdlich demokratisches Handeln vorlebst und ihnen durch deine Erinnerungen ein „Nie-Wieder“ eindrücklich vermittelst. Dieses „Nie-Wieder“ treibt auch uns OMAS auf die Straße und in die Öffentlichkeit.
Darum ist es uns eine Freude, dich als
Ehren-OMA GEGEN RECHTS
in unsere Bewegung aufnehmen zu dürfen.

Wir protestieren!

Die OMAS GEGEN RECHTS Deutschland-Bündnis protestieren auf das Schärfste gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Bundesverbandes der VVN-BdA.
Dieses Vorgehen ist nichts Anderes als ein Angriff auf alle antifaschistischen Organisationen, alle Demokratinnen und Demokraten, alle zivilgesellschaftlichen Bewegungen wie z.B. die OMAS-GEGEN-RECHTS-Initiative.
In einer Zeit, in der Neonazis und Rassisten immer aggressiver gegen Migrantinnen und Migranten und ihre politischen Gegnerinnen und Gegner vorgehen und dabei auch nicht vor Morden Halt machen, ist der Entzug der Gemeinnützigkeit der VVN-BdA das falscheste politische Signal.
Die VVN-BdA wurde 1947 gegründet und ist seitdem die größte und älteste überparteiliche und überkonfessionelle Organisation von Antifaschistinnen und Antifaschisten in Deutschland. Zugleich vertritt sie die Interessen von Verfolgten und Widerstandskämpfern sowie deren Nachkommen, tritt für Frieden und Völkerverständigung ein und hat gegen große gesellschaftliche Widerstände wesentlich dafür gesorgt, dass die Verbrechen des Naziregimes nicht in Vergessenheit geraten sind.
Wer Antifaschistinnen und Antifaschisten nun die Gemeinnützigkeit aberkennt oder dies als politischer Entscheidungsträger zulässt, der beschmutzt das Wirken der Holocaust-Überlebenden und Widerstandskämpfer auf eine nicht zu entschuldigende Art. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat eine falsche Entscheidung getroffen und sollte diese schnellstmöglich zurücknehmen. Die Gemeinnützigkeit von Organisationen wie der VVN-BdA, dem globalisierungskritischen Netzwerk Attac und dem Kampagnennetzwerk Campact stehen außer Frage.

Schreibt an: olaf.scholz(at)spd.de